8. November 2017

Rezension: Rabenschatten (I)

Des Raben Schatten streicht über mein Herz hinweg und lässt meiner Tränen Strom gefrieren.

 

Titel:

Das Lied des Blutes

Originaltitel:

Blood Song. A Raven's Shadow Novel

Autor:

Anthony Ryan

Genre:

Fantasy

Erschienen:

2014 (Deutsche Ausgabe)

Verlag:

Klett-Cotta/Hobbitpresse
 Link zur Verlagswebsite
 

Inhalt:

Vaelin Al Sorna, der berühmteste Gefangene des Reichs und sein größter Kämpfer, erzählt die atemberaubende Geschichte seines Lebens. Er ist auf einem Schiff unterwegs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht.
"Er besaß viele Namen. Noch nicht einmal dreißig Jahre alt war er im Lauf der Geschichte bereits reich mit Titeln beschenkt worden: 'Schwert des Königs' hieß er für den wahnsinnigen Herrscher, der ihn als Geißel zu uns sandte; 'Junger Falke' für die Männer, die ihm in die Wirrnisse des Krieges folgten; 'Dunkelklinge' für seine cumbraelischen Feinde und 'Rabenschatten' für die geheimnisvollen Stämme des großen Nordwaldes."

Meinung:

Der Plot wirkt zwar einerseits etwas gestreckt, weil er von Vaelins gesamtes Leben handelt, und nicht wie die meisten Bücher von nur einem Ereignis, aber andererseits muss man aber seine Geschichte kennen, um seine Situation, aber auch seine Reaktionen zu verstehen, ganz zu schweigen davon, dass es natürlich auch interessant ist.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, wodurch die Spannung in ganzer Linie gewahrt wird.
Vaelin ist wahrscheinlich einer der bestentwickelsten Charaktere, die mir je untergekommen sind. Am Anfang jeden Teils befindet sich ein Teil von Verniers Bericht, in dem Lord Vernier den Hoffnungstöter und die Reise mit ihm beschreibt. Anfangs passt der erwachsene Al Sorna so wenig zu dem jungen Vaelin, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, ob Vaelins Vater nicht auch Vaelin heißt und Verniers Bericht nicht von ihm handelt, aber im Laufe der Geschichte und mit Vaelins zunehmendem Alter und zunehmenden Fähigkeiten wird immer klarer, dass der Vaelin aus Verniers Bericht der einmal so junge Vaelin ist (und dass sein Vater natürlich nicht Vaelin heißt). Der junge Bruder ist ein sehr liebenswerter Charakter, denn auch wenn er zu einem der gefährlichsten Krieger ausgebildet wurde, ist er doch gnädig. Er ist aufrichtig und intelligent, und seine Treue zu seinen Brüdern ist einfach bewundernswert.
Diese Treue ist auch einer der Gründe, warum man auch seine Brüder mögen muss. Sie sind genauso treu und freundlich wie Vaelin, und waren sein ganzes Leben für ihn da.
Ehrlich gesagt war ich nicht einmal in der Lage, Meister Sollis zu hassen, denn auch wenn er wirklich grausam sein kann und ist, zeigt er dennoch, dass er sich Sorgen um seine Schüler macht.

Fazit:

Der fesselnde,nervenaufreibendende und emotionale Reihenauftakt bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Hoffnungstöter. Bald wirst du sterben, und ich werde Zeuge sein. Hoffnungstöter. 



~Pauline 

4. November 2017

Rezension: Rebell (III)

Dafür ist keine Zeit und ob es Willow nun gefällt oder nicht: Auch für sie ist das Abenteuer "Spiegelwelt" hier und jetzt noch nicht vorbei. 


(Original-)Titel:

Rebell - Gläsernes Herz

Autor:

Mirjam H. Hüberli

Genre:

Fantasy,  Romantasy

Erschienen:

2017

Verlag:

Drachenmond Verlag 

Inhalt:

Verletzlich, so zerbrechlich wie Glas. Gegensätzlich, voller Liebe und Hass. Schlägt aus Stärke und Mut, aber auch unbändiger Wut. Und macht dich zu dem, der du bist.
Zurück auf der Erde, übermannen mich die Gefühle für jenen Menschen, der auch kein Spiegelbild in den Augen trägt - der Rebell Bo. Es bleibt keine Zeit für Gefühlsverwirrungen. Dass Noah nicht mehr aus dem Koma erwacht, verheißt nichts Gutes. Wir müssen schnell handeln. Nur wie hält man die Mächtigsten zweier Welten auf, wenn man selbst nicht versteht, was dahintersteckt? Und was redet Bo von Kronenschriften, Prophezeiung und besonderer Gabe? 

Meinung:

Wie in den beiden Vorgängern ist der Schreibstil einfach nur klasse: locker und lustig, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Immernoch klingt der Schreibstil so, als würde Willow persönlich die Geschichte erzählen, die Wortwahl passt sich ihrem Charakter perfekt an. Genauso bei Bo, der Einfluss, den Willow und ihre Welt auf ihn haben wird deutlich, er drückt sich jetzt moderner aus, aber unterscheidet sich immernoch von Willow. 
Auch der Plot hat sich im letzten Band noch einmal unheimlich verbessert, weil unter anderem Fragen, die ich mir zum Teil noch gar nicht gestellt habe, beantwortet wurden. In der letzten Hälfte habe ich nur noch zwei mögliche Enden gesehen, die mir beide überhaupt nicht gefallen haben und war beinahe schon enttäuscht davon, doch Mirjam hat einfach mit unheimlich viel Feingefühl und einer Wendung, die zwar sehr überraschend, aber nicht aus dem Nichts hergeholt war, dieses Problem gelöst und ein Ende herbei gezaubert, das der Reihe würdig ist.
Die Charaktere sind unheimlich realistisch und plastisch gestaltet, sodass es besonders während des Lesens leicht nachzuvollziehen ist, wer was sagt oder macht. Das soll nicht heißen, dass ihre Handlungen vorhersehbar sind, sondern, dass sie nachvollziehbar sind. Es ist vollkommen verständlich, warum Bo dies sagt Willow jenes tut. 

Fazit:

Eine fantastische Geschichte mit einzigartigen Charakteren. Von mir bekommt auch der Abschluss der Trilogie 5 von 5 Sternen. 

Schwarz auf weiß zu lesen, was da steht, stellt mein Leben nicht nur auf den Kopf, oh nein, es zieht mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Und ich falle und falle.


~Pauline 

1. November 2017

Rezension: Rebell (II)

Und dann sagt er die vier Worte, von denen ich mir sicher war, dass er nicht fähig ist, sie jemals auszusprechen. "Es tut mir leid." 


(Original-)Titel:

Rebell - Gläserne Stille

Autor:

Mirjam H. Hüberli

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

2017

Verlag:

Drachenmond Verlag 

Inhalt:

Augen. Gespiegelt mit Bildern. Seelen. Verbunden über Dimensionen. Spiegel. Gezeichnet mit Kronen. Herz. Verloren zwischen den Welten. Glück. Gefangen im gläsernen Nichts.
Immer noch in der Spiegelwelt gefangen, führt mich kein Kronenspiegel und kein Portal zurück zur Erdendimension. Innerhalb eines Wimpernschlags wird der arrogante und zugleich mysteriöse Rebell an meiner Seite zu einem unverzichtbaren Begleiter.
Bo verbirgt noch ein Geheimnis, das ihn zu meinem einzigen Verbündeten macht - und das mich in tödliche Gefahr bringt. Es gibt einen Grund, weshalb ich, Willow Parker, kein Spiegelbild in meinen Augen trage.

Meinung:

Auch wenn Band 1 schon wahnsinnig gut war, setzt Band 2 noch einen obendrauf. Der Schreibstil bleibt genauso gut wie in Gläserner Zorn, flüssig und fesselnd, und bringt weiterhin Willows persönliche Erzählweise sehr gut zur Geltung, was man wieder daran erkennt, dass sie sich sehr von Bos (der seine Meinung wieder im Epilog deutlich machen darf) oder Nivens  (der im Prolog seinen ersten Solo-Auftritt hat) unterscheidet. Genauer gesagt: Willow verwendet meistens längere Sätze, die das komplette Treiben in ihrem Kopf widerspiegeln, sowie moderne Begriffe, die in unserer Welt zum Alltag gehören. Bo dagegen gewährt keinen so tiefen Einblick in seine Kopf, er formuliert seine Sätze ein klein bisschen einfacher (Willow hat wohl eine Schwäche für Einschübe) und drückt sich manchmal sogar etwas poetisch aus. Im Vergleich dazu drückt Niven sich mit kürzeren, fast schon abgehackten Sätzen aus, was allerdings auch an seinem nicht ganz so guten Zustand liegen kann.
Genau wie im ersten Band hält Mirjam die Spannung nur so lange aufrecht, wie sie sie wirklich braucht, was diese Momente sehr in Szene setzt. Den Rest lockert sie durch Witze in Willows Gedanken oder Handeln auf. Außerdem versucht sie in diesen Band an einer Stelle etwas gruselig wirken zu lassen, was ihr echt gelingt (Ich sag nur: Schrottplatz, Nebel, huschende Schatten und etwas, das Willows Bein berührt.)
Willow hat zwischen den beiden Bänden kaum Veränderungen durchgemacht - sie ist zwar nicht mehr die Willow, die auf dem Unigang mit Noah geflirtet hat, sie ist mutiger geworden, lernt langsam, anderen zu vertrauen und lernt sich selbst von einer Seite kennen, von deren Existenz sie gar nichts wusste. Aber auf der anderen Seite verhält sie sich fast wie früher: Sie hasst es, wenn alle außer ihr etwas wissen, Bos Art treibt sie ziemlich oft auf die Palme und sie verspürt den dringenden Wunsch zu helfen.
Bo zeigt immer öfter seine wahre Seite, sein tief vergrabenes Ich. Doch sobald ihm bewusst wird, dass er seinen Abwehrwall fallen gelassen hat stößt er Willow von sich weg.
Das Prinzip der der Paralleluniversen wird außerdem immer einzigartiger, die Loge, die weltenübergreifend zusammen arbeitet, der Grundriss von Vella, das Prinzip der Chips.
Kleines Plus: Die Anspielungen auf andere Bücher / Filme, die Willow gelesen / gesehen hat machen ihre Erzählung noch realistischer. Willow ist sich noch gar nicht bewusst, dass sie der Inhalt eines Fantasybuches ist, sie vergleicht die Landschaften mit denen von Fantasy- oder Disneyfilmen.

Fazit:

Hunderte kleine Details lassen das Buch unglaublich realistisch erscheinen - so realistisch, dass sich mir die Frage aufdrängt, ob Willow nicht in Wahrheit Mirjam heißt?
Ich vergebe 5 von 5 Sternen (auch wenn ich viel lieber 6 vergeben würde)

Folge der Stimme deines Herzens, Willow...


~Pauline 

30. Oktober 2017

Rezension: Rebell (I)

Aber wer will denn schon normal sein?

(Original-)Titel:

Rebell - Gläserner Zorn

Autor:

Mirjam H. Hüberli

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

2016

Verlag:

Drachenmond Verlag
 Hier kommt ihr zum Buch

Inhalt:

Manche Träume entführen uns in eine Welt, die wir noch nie zuvor betreten haben. Und obwohl sie uns fremd ist, kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.
Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen anderer deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein.
Als eines Tages ein komischer Typ an Willows Uni auftaucht und die ganze Zeit davon redet, sie irgendwo hin mitzunehmen, glaubt sie zunächst, das ihr "Ausrutscher in die Anomalie" einfach nur größer ist als sie bisher angenommen hat - sie ist nämlich die einzige, die diesen Typen sehen kann. Doch als bei ihrem heiß ersehnten Date mit Schwarm Noah so ziemlich alles den Bach runter geht und Noah in Lebensgefahr schwebt, scheint genau der merkwürdige Typ ihre - oder wohl eher Noahs - einzige Rettung zu sein. Nur halb freiwillig stürzt sie sich mit ihm in ein Abenteuer, dass sie durch einen Spiegel in eine Parallelwelt bringt - die gleichzeitig das Spiegelbild unserer Erde ist. Doch noch ist sie sich der Ausmaße der ganzen Welten-Geschichte nicht bewusst...

Meinung:

Rebell ist ein Buch, an dem ich nichts, und ich meine wirklich nichts auszusetzen habe.
Natürlich gibt es hunderte, tausenden Bücher über Parallelwelten, in denen verschiedene Versionen von uns leben.
Aber dadurch, dass Vella sozusagen das Spiegelbild unserer Erde ist, hebt es sich von all diesen Büchern ab. Auch die Tatsache, dass zu jedem Menschen unserer Welt ein Gegenstück in Vella herumläuft ist hervorragend, auch weil es sich von allen anderen Versionen solcher Geschichten dadurch abhebt, dass die beiden "Versionen" durch ihre Seelen verbunden sind.
Die Art des Reisens zwischen den Welten (nämlich durch bestimmte Spiegel) finde ich auch gut, zwar kenne ich Geschichten, in denen die Charaktere durch Spiegel in andere Welten reisen, allerdings kenne ich keine Geschichte, die Paralleluniversen mit Spiegeln verknüpft.
Als nächstes liebe ich den Schreibstil, der eher modern gehalten ist, wodurch die Geschichte wirkt, als würde Willow sie erzählen. Außerdem kommt Willows ganz eigene Art in dem Schreibstil hervorragend zur Geltung - sie unterscheidet sich vollkommen von Bos, aus dessen Sicht der Epilog geschrieben ist. Außerdem versteht Mirjam sich darauf, an den spannenden Stellen die Spannung zu halten, sie aber durch einen Witz aufzulockern, sobald sie nicht mehr benötigt wird.
Auch die Charaktere kann ich nur in den höchsten Tönen loben. Willows Art kommt wie bereits gesagt durch den Schreibstil gut zur Geltung, aber auch durch ihr gesamtes Verhalten. Eigentlich ist ihr gesamter Charakter friedlich, nur Bo versteht es, sie in den Wahnsinn zu treiben. Er kann aber auch - wie Willow immer sagt - ein echter Kotzbrocken sein. In der ersten Sekunde ist er fast schon nett, dann ist er wieder ziemlich gemein. Allerdings muss man auch sagen, dass er während der Geschichte immer friedlicher wird und einem wirklich ans Herz wachsen kann, sodass man den (fast) perfekten Noah darüber ganz vergisst. Das ist Noah nämlich - fast perfekt. Attraktiv, klug (Hallo? Er studiert Mathe. Entweder er ist klug oder wahnsinnig) und auch wenn er (am Anfang zumindest) ziemlich vielen Mädchen auf einmal Augen macht, behandelt er Willow trotzdem besonders. Außerdem ist er echt süß.
Noch eine kleine Anmerkung: Rebell ist ein hervorragendendes Beispiel dafür, wie ein Buch deinen Schreibstil beeinflussen kann. Seit ich es lese (auch schon bei meinen Messepost) mache ich ständig Klammern mit möglichst witzigen Anekdoten... Auch wenn die eigentlich gar nicht in eine Rezension gehören...

Fazit:

Rebell fesselt mit einer mitreißenden Geschichte und einem einfach nur großartigen Schreibstil. Von mir bekommt es ganz klar 5 von 5 Sternen. 

Es ist eine schlichte Krone, ähnlich einem Brandzeichen. Absolut nichts spektakuläres also. Doch kaum, dass seine Fingerspitze darüber streift, beginnt die Krone golden zu schimmern. 

 

~Pauline 

16. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017

 (Fotos findet ihr ganz unten :D )
Hey ihr Lieben,
wir waren dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Frankfurter Buchmesse und, genau wie letztes Jahr, war es einfach nur toll.
Ich erzähle hier einfach mal ein bisschen von meinem Tag, Lissys Tag kommt vielleicht noch hier drunter oder bekommt einen extra Post, je nach dem ob ihr mein Text gefällt und sie Lust hat was zu schreiben.* Wir waren eh fast die gesamte Zeit zu dritt unterwegs, nämlich Lissy, eine gemeinsame Freundin (Anna) und ich.
Weil wir nur Samstag auf der Buchmesse waren, waren unsere Terminpläne natürlich ziemlich voll.
Zuerst einmal mussten wir um fünf aufstehen, weil wir dieses Jahr Schattenjäger cosplayen wollten und noch unsere Runen brauchten. Anna war Clary Fray aus den Chroniken der Unterwelt, Lissy war Charlotte Branwell aus den Chroniken der Schattenjäger und ich war Isabelle Lightwood, auch aus den Chroniken der Unterwelt.
Abfahrt war um kurz nach halb acht, meine Mutter hat noch einen kurzen Stop beim Bäcker eingelegt und Verpflegung für die Fahrt gekauft, weil wir vor lauter Runen nicht mal zum frühstücken kamen.
Um halb zehn waren wir endlich auf dem Messegelände, etwas später als geplant, weil wir erst am Eingang erfahren haben, dass Cosplayer zu ihrem eigenen Eingang rein müssen, den wir erstmal suchen mussten. Anna wäre sogar durch den normalen Eingang reingekommen, aber Lissy hat man in ihrem "mittelalterlichen" Kleid natürlich angesehen, dass sie nicht immer so rumrennt. Zugegeben, auf dem Weg zum City Eingang haben wir uns etwas aufgeregt, weil das unseren Zeitplan etwas durcheinander geworfen hat und unser Cosplay, vorallem Lissys, nur aus den Runen, passenden Klamotten und ein bisschen Schmuck bestand, keine Waffen also, aber natürlich muss besonders auf der Buchmesse streng auf solche Kleinigkeiten geachtet werden, so war alles vergessen sobald wir auf dem Messegelände waren.
Dort ist Lissy als aller erstes zu Erin Hunter gehuscht, später als geplant, sie hat ihr Autogramm aber trotzdem bekommen.
Anna und ich haben dem Drachenmondverlag den ersten von sehr vielen Besuchen abgestattet und die Bücher für meine ausgesuchten Signierstunden gekauft. Außerdem hat Anna sich mit dem Drachenmond-Fieber (das ja auch auf Bookstagram um sich greift) angesteckt und zwei kleine Drachen adoptiert.
Die nächsten 45 Minuten haben wir damit verbracht, uns Ebene 0 von Halle 3 angeguckt, eine Tasche für Anna gesucht (wir haben sie übrigens nicht gefunden) und haben uns den Stand von Randomhouse angesehen (natürlich noch ein "paar" andere, aber der Bericht ist mir jetzt schon zu lang *upsi*)
Dann hatte ich ein Meet & Greet mit Mirjam H. Hüberli, der Autorin von Rebell aus dem Drachenmondverlag. Sie hat meine beiden Bücher signiert, dann haben wir uns noch ein bisschen unterhalten.
Als nächstes stand Kaffetrinken mit dem Rest (also Lissy, meiner Mutter und ihrem Freund) auf dem Plan, wobei wir dann Lissy wieder eingesammelt haben, die uns ganz stolz ihre Beute vom Sternensandverlag gezeigt hat.
Jetzt stand eigetnlich eine erneute Trennung an, weil Lissy und Anna etwas Freizeit hatten, ich aber zur Signierstunde von Christian Handel wollte, die *Überraschung* beim Drachenmondverlag stattfand. Die beiden waren aber so nett und haben gewartet, bis mein Rosen und Knochen signiert war, um dann mit mir zusammen ein bisschen herumzulaufen, bis das Mittagessen wieder mit meiner Mutter und Lissy anstand.
Nach der kurzen Stärkung stürzten wir uns wieder ins Getümmel (das langsam echt dicht wurde) und wir besuchten ein weiteres mal den Drachenmondstand (ich sag doch: sehr viele Besuche). Lissy beuchte Nina McKay, um ihre Pute signieren zu lassen (Das ist ein Drachenmond-Insider: Bei der Erstauflage hat sich ein Rechtschreibfehler auf das Cover geschlichen, jetzt steht auf dem Buchrücken statt Aschenputtel und die Erbsen-Phobie wirklich Aschenpuutel und die Erbsen-Phobie. Alle haben das aber ganz locker aufgenommen, die Erstauflage ist jetzt halt was besonderes), ich habe mir von Emily Thomsen Flerya signieren lassen.
Jetzt kommt eine kurze Pause vom Drachenmondverlag, nämlich hatte um 15 Uhr 30 CASSANDRA CLARE eine Signierstunde, zu der wir natürlich unbedingt hinwollten. (Funfact: Wir haben unsere Cosplays ausgesucht, bevor wir wussten, dass sie kommt). Also waren wir ab 13 Uhr 30 auf der Agora und haben gewartet.
Jetzt kommt der einzige negative Punkt unseres Tages, nämlich die wundervolle Planung des Verlags (das war Ironie):
1.Im Signierzelt sind zwei Plätze (eigentlich vier, zwei Richtung Lesezelt und zwei Richtung Open Stage, haben wir zwar erst nicht kapiert, stand im Nachhinein aber ziemlich genau in der App) was zu der Frage führt: Welcher der Plätze ist für Clare, wo müssen wir uns also anstellen? Natürlich haben wir andere Fans gefragt, aber keiner hatte eine Ahnung. Etwa gegen 14 Uhr hat irgendjemand einen der Goldmann-Mitarbeiter gefragt. Antwort: Je nachdem, wann Nicholas Sparks (der vor Cassandra im Zelt war) fertig ist. Toll. Die Reaktion der Fans war, sich einfach irgendwo anzustellen, was im Endeffekt zu zwei verschiedenen Schlangen führte: Eine für Cassandra Clare, von der aber keiner wusste, wo sie jetzt genau anstanden, und einer gemischten Schlange vor dem Signierzelt, die zur Hälfte für Nicholas Sparks anstand, zur Hälfte für Clare (was vermutlich auch die Sparks-Fans gestört hat, die immerhin hinter den Clare Fans standen, obwohl Sparks vor Clare signiert hat.
Gegen 14 Uhr 30 kamen die Mitarbeiter dann auf die Idee, ein Schild hochzuhalten, auf welchem Platz Cassandra signiert, nämlich dem freien. In der Theorie eine gute Idee, in der Praxis hat das aber dazu geführt, dass aus den beiden Schlangen ein unförmiger Klumpen wurde, der vor dem Signierzelt stand (oder einer sehr breite Schlange, wie mans nimmt). Noch war die Stimmung des Klumpens gut, man hat zwar fast nichts von Cassandras Buchvorstellung verstanden, aber immer wenn in unserem Grüppchen ein Name gefallen ist, hat das zu Begeisterten Rufen des Namens und Diskussionen über den Charakter geführt.
Bis zu dem Moment, in dem Cassandra Clare aufgestanden ist. Ab dann ist für uns alle auch der letzte Rest der Stimmung den Bach runtergegangen, weil mit Cassandra die Besucher ihrer Buchvorstellung in Richtung Signierzelt gekommen sind. Die haben sich dann irgendwie für besonders toll oder so gehalten, jedenfalls sind die einfach an der Schlange vorbeigelatscht und haben sich vorne von den Seiten reingequetscht. "Wie bei einem Trichter" hat irgendjemand in unserer Nähe gesagt, was das ganze ziemlich gut beschreibt.
Die Fans, die ganze 3 (!) Stunden in der prallen Sonne (!!) gestanden (!!!) haben, standen also weiter dumm rum und konnten sich nach der Signierstunde "freuen", dass sie Cassandras Umriss auf der Open Stage gesehen haben (falls sie Glück hatten), ihre Stimme gehört haben und während der Signierstunde ihren Scheitel sehen konnten (wenn sie weit genug vorne standen).
Als die Signierstunde dann  (15 Minuten nach dem eigentlichem Ende) beendet wurde, flossen bei manchen sogar die Tränen, Anna und ich waren einfach nur frustriert. Wir sind ein letztes Mal zum Drachenmondstand gegangen und haben Lissy eingesammelt, die die Signierstunde pünktlich um 16 Uhr 30 verlassen hat, weil sie ein Meet & Greet mit Alex Fuchs hatte.
Uns blieben noch etwa 20 Minuten, bis unsere Mutter fahren wollte.
Ich musste (wegen der blöden Signierstunde) noch ein bisschen frustshoppen, also sind wir nochmal über die Agora gerannt, dann die Außenrolltreppe hoch und über Ebene 1, dann in Halle keine-Ahnung-welche-es-war in die Cosplay Corner, weil wir da unbedingt noch hinwollten und mein viel zu hoher SuB mir zu etwas Merchandise geraten hat. Also habe ich mir zwei Wundertüten (Herr der Ringe und Harry Potter) geschnappt, dann mussten wir auch schon zum Ausgang, wo unsere Mutter und ihr Freund auf uns gewartet haben.

Trotz der äußerst misslungenen Goldmann-Signierstunde (für die Cassandra Clare sich übrigens auf Instagram entschuldigt hat) war es ein echt schöner (und drachenreicher) Messetag mit vielen tollen Menschen.
Wir versuchen, nächstes Jahr zwei Tage auf die Messe gehen, mal gucken was daraus wird.
Liebe Grüße,
Pauline
 *Edit: Lissy hat keine Lust, was eigenes zu schreiben, sie meint, dass das hier reicht und dass sie mir vertraut. Na, wenn das mal kein Fehler war ;) Vielleicht sollte ich irgendwas fieses schreiben.... Muhahahaha... (Hier bitte ein typisches Bösewicht-Lachen einfügen, Doofenschmirtz oder so) 



 Unsere Cosplays. Von links: Lissy (Charlotte), Anna (Clary) und ich (Isabelle)






 Ich (Pauline) und Mirjam H. Hüberli





Auf dem Messegelände angekommen mussten natürlich erstmal Snaps verschickt werden, um ein bisschen anzugeben.



Lissys Signierstunde mit Erin Hunter


 Der Meeting-Point auf der Agora beim perfekten Messe-Wetter


Warten auf Cassandra Clare, beziehungsweise mehr Infos über die Signierstunde


Cassandra Clare während der Buchvorstellung (das ist 4facher Zoom) 


Während der Signierstunde

 

Die Cosplayer-Ecke auf der Agora


Unser hervorragendes Messewetter


Der Groh-Stand, der zweitschönste nach dem Drachenmondstand, den ich gesehen habe 
(Vom Drachenmondstand habe ich leider kein schönes Bild gemacht, aber guckt doch einfach mal auf ihrer Instagramseite, wenn es euch interessiert)