15. Juni 2017

Rezension: Pearl

Zweihundert Jahre lang habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere - nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt. 

 

Titel:

Pearl - Liebe macht sterblich

Autor:

Julie Heiland

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

24.05.2017

Verlag:

Fischer FJB 

Inhalt:

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: Sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?
 

Meinung:

Zuerst einmal über den Plot: Er ist wirklich wunderschön, gut zu verstehen und stellenweise sehr überraschend.
Durch das gesamte Buch herrscht nur eine leichte Spannung, die sich stellenweise etwas zuspitzt, und nur einmal kurz zum Ende hin nervenzereißend ist - was ein effektvolles, unvergessliches Ende zur Folge hat.
Der Schreibstil ist locker und einfach, sodass die Seiten vorbei zu fliegen scheinen und man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Durch Pearls tragische Vergangenheit, aber auch ihre verzweifelte Suche nach der Liebe kann man gar nicht anders, als Mitleid mit ihr zu haben. Gleichzeitig muss man aber auch ihre Stärke bewundern, dem 'Bösen' zweihundert Jahre stand gehalten zu haben und die Hoffnung behalten zu haben.
Auch Noah ist einfach nur liebenswürdig. Er ist ein wahrer Sonnenschein und wirklich genau so, wie ihn sich jede Frau wünscht.
Natürlich ist Venedig der perfekte Ort für die Geschichte - immer wieder wird die Romantik beschrieben, aber auch das Alter der Stadt, das zu Pearls ewigem Leben passt.
Die Stadt ist so gut beschrieben, dass ich fast das Gefühl habe, mich dort auszukennen, obwohl ich noch nie da war. 

Fazit:

Pearl ist entspannend zum Lesen und trotzdem fesselnd - außerdem wahnsinnig romantisch. Darum vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Metaphorisch ausgedrückt, sieht das folgendermaßen aus: Unsere gegenseitigen Liebesgeständnisse sind wie die beiden Flügel eines Tores. Und der Kuss vermag dieses Tor zu öffnen. 

 

~Pauline

Rezension: Eine wie Alaska

Das große Vielleicht war über uns, und wir waren unbesiegbar.


Titel:

Eine wie Alaska

Originaltitel:

Looking for Alaska

Autor:

John Green

Genre:

Roman

Erschienen:

Deutsche Ausgabe: 2009
Originalausgabe: 2005

Verlag:


Inhalt:

Miles ist 16. Viel ist nicht gerade los bei ihm. Keine Mädels, keine Kumpels, keine nennenswerten Hochs und Tiefs. Ein stinknormales Leben. Bis er Alaska trifft. Miles verliebt sich in das schöne Mädchen und gerät in eine Achterbahn der Gefühle: Alaska - Göttin und Rätsel, euphorisch und voller verrückter Ideen, aber auch unberechenbar und verletzlich. Was verbirgt sich hinter ihrer coolen Fassade? Und was hat der lang ersehnte Kuss zu bedeuten?

Meinung:

Dieses Buch hat mir total gut gefallen. Der Plot ist gut gelungen und macht den Leser neugierig. Miles komplettes Leben wird durch Alaska auf den Kopf gestellt und spiegelt so alles wieder, was man so über die Liebe denkt. John Greens Schreibstil ist toll und hat mich total mitgerissen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich ein Teil der Geschichte. Die Story ist total schlicht, jedoch macht der Autor sie durch seine Wortwahl und den Charakteren zu etwas ganz und gar besonderem. Besonders Miles Faszination für letzte Worte hat mich begeistert. Mir wurde bewusst, dass die letzten Worte eines Menschen manchmal sein ganzes Leben widerspiegeln. Zu gerne würde ich Alaskas oder Miles letzte Worte erfahren.
Miles und Alaska sind total verschieden. Und dennoch geben die beiden ein tolles Paar ab. Durch Alaska ändert sich so nicht nur Miles Leben, sondern auch er selbst.

Fazit:

Eine wie Alaska ist ein wunderschöner Roman, der eine Lawine aus Gefühlen auslöst. Dafür vergebe ich 5 von 5 Sternen.

 Wie kommen wir aus dem Labyrinth des Leidens heraus ?


~Lissy

30. Mai 2017

Rezension: Der schwarze Thron (I)

Drei Königinnen,

dunkel unschuldig klein

einem Schoss entsprungen,

können niemals 

Freundinnen sein


Titel:

Der schwarze Thron - Die Schwestern

Originaltitel:

Three Dark Crowns

Autor:

Kendare Blake

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

09.05.2017

Verlag:

Penhaligon
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Tochter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren - doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod - und er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages...

Meinung:

Der Plot des Buches teilt sich in drei Handlungsstränge, die von den drei Königinnen berichten. Auch wenn alle drei Stränge durch die Vergangenheit verknüpft sind, wirken sie doch sehr eigenständig, und erst am Ende wird klar, wie sehr sie wirklich miteinander verwoben sind. Jeder einzelne dieser Handlungsstränge ist großartig, einer ist fesselnder als der andere.
Genauso toll ist der Schreibstil - er lässt sich sehr flüssig lesen und ist nicht zu nervenaufreibend, was allerdings nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist. Ganz im Gegenteil: man fliegt förmlich durch die Kapitel, die zu ihren Enden hin immer spannender werden, wodurch man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Durch die dreigeteilte Persektive ist es nahezu unmöglich, eine Favoritin auszusuchen, da jede der Königinnen auf ihre Weise liebenswert dargestellt wird:
Katharine als klein und süß, ihr ganzes Herz hängt an ihrer Schlange Herzliebchen, und durch ihre Angst, zu versagen und Genevieves Folter erregt sie außerdem Mitleid.
 Mirabella wird zu ihrem eigenen Schutz von den Priesterinnen eingesperrt, sie darf das Haus nur mit einer Eskorte verlassen. Auch wenn sie ihre Familie über alles liebt, wäre sie viel lieber frei und wüscht sich, ihre Zukunft frei wählen zu können.
Arsinoe wird meist aus der Sicht ihrer besten Freundin Jules beschrieben. Sie hat im Gegensatz zu Mirabella, die eine der stärksten lebenden Elementwandlerinnen ist, und Katharine, die wenigstens kleine Mengen Gift verträgt, gar keine Gabe. Dadurch wird sie dauerhaft von Jules, der wahrscheinlich stärksten lebenden Naturbegabten, in den Schatten gestellt. Durch Jules Perspektive wird ihr sanfter, freundlicher Charakter deutlich, aber auch ihre Hoffnunglosigkeit, das Jahr des Aufstiegs zu überleben.
Die Geschichte spielt auf Fennbirn, einer Insel, die sich hinter einem mysteriösen Nebel befindet, und daher nur von wissenden Festlandbwohnern besucht werden kann. Auch wenn sie durch die geteilten Handlungsstränge zeitweise unendlich groß wirkt, wird doch relativ schnell deutlich, dass sie eigentlich relativ klein ist, dies aber durch die strikte Trennung der Gaben nicht direkt zum Vorschein kommt.

Fazit:

Die Geschichte ist düster, mitreißend und einfach atemberaubend, daher bekommt sie von mir ganz klar 5 von 5 Sternen!

Drei dunkle Schwestern,

jede so schön,

zwei werden verschlungen,

nur eine gekrönt.


~Pauline

14. Mai 2017

Rezension: Das Reich der sieben Höfe (I)

Ein legendäres Reich. Ein Fluch. Und eine Liebe, die über Leben und Tod entscheidet.

Titel:

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Originaltitel:

A court of thorns and roses

Autor:

Sarah J. Maas

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

10.02.2017

Verlag:

Dtv
Link zur Verlagswebsite

Inhalt: 

Als die junge Jägerin Feyre im Wald einen Wolf tötet, erscheint eine furchteinflößende Kreatur und verlangt Wiedergutmachung. Feyre wird nach Prythian verschleppt, in das Reich der Fae, das sie bisher nur aus Legenden kannte. Und sie entdeckt, dass ihr Entführer Tamlin ist, ein Prinz der Fae, der über den Frühlingshof herrscht. Bald merkt Feyre, dass ihre GefühleTamlin gegenüber sich sich ändern. Aus kaltem Hass wird Leidenschaft, und keine Warnung, keine Legende, die sie je über die trügerisch schönen, mächtigen Fae gehört hat, kann das ändern. Doch ein uralter, grausamer Schatten liegt über dem Reich. Feyre muss einen Weg finden, um ihn aufzuhalten. Oder ihre Welt ist für immer verloren...

Meinung:

Der Plot erinnert mich sehr an Die Schöne und das Biest: Ein Mädchen wird von einem "Biest" in ein riesiges Haus verschleppt, in dem es ihr an nichts mangelt und indem sie es viel besser hat. Das Biest ist anfangs immer gemein zu ihr und sie hasst es, aber mit der Zeit wird es netter und das Mädchen verliebt sich in es. Allerdings wirkt das Ganze nicht wie eine plumpe Nachmache, sondern steht auf eigenen Beinen und entwickelt eine eigene Welt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd, wodurch die Spannung gut aufgebaut, spitzt sich aber nur dann ganz zu, wenn es nötig ist. Dadurch wird das ohnehin schon fesselnde Buch an den spannendsten Stellen quasi an den Fingern festgeklebt.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und ihr Handeln ist gut verständlich:
Feyre, die Jagen muss um zu überleben, es aber bereut, Andras getötet zu haben, sobald ihr klar wird, dass es in Prythian Menschen (oder wohl besser gesagt Fae) gibt, die ihn liebten.
Auch das Prinzip, der sieben Höfe finde ich toll, auch wenn die anderen Höfe bisher keine wirkliche Rolle spielen. Deswegen finde ich, dass der Originaltitel (wörtlich übersetzt sowas wie "Ein Hof der Dornen und Rosen) besser passt als der Deutsche.

 Fazit:

Das Reich der sieben Höfe ist ein unglaublich fesselndes Buch und bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Doch in meinem Kopf hallte ein ganz anderes Wort wider: FAE.



~Pauline

18. April 2017

Rezension: Das Mädchen mit dem Löwenherz

Buchstaben sind wie Steine. Du kannst so viele unterschiedliche Häuser daraus bauen, wie du willst.

 

Titel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Originaltitel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Genre:

Thriller, Historischer Roman
 

Autor:

Jürgen Seidel
 

Erschienen:

Deutsche-/Originalausgabe: 2016
 

Verlag:

Cbj / Random House
 
 

Inhalt:

Als die 13-jährige Anna das erste mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit mit einander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringen. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther.
 

Meinung:

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Geschichte der inzwischen 20jährigen Anna hat mich fasziniert. Sie ist auf eine unbeschreibliche Art lieb und fürsorglich. Jedoch hat der Schreibst mir nicht zugesagt was die Spannung ziemlich zerstört hat. Die Geschichte zieht sich teilweise ziemlich hin, was echt langweilig ist. Meiner Meinung nach wird das Buch gegen Mitte langweiliger und zäher, was sich am Ende aber wieder lockert. Das Buch gehört eigentlich nicht in die Genre der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, deshalb musste es mich doppelt überzeugen, was leider nicht komplett gelungen ist. Das Cover ist einfach nur wunderschön.
 

Fazit:

,,Das Mädchen mit dem Löwenherz" weißt einige Kritikpunkte auf, jedoch ist es im Großen und Ganzen schön. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
 
 

Ihre Augen waren traurig und müde. Während die Feder kratzte, kam eine merkwürdige Stimmung auf, die mit jedem diktiertem Satz zuzunehmen schien.

 
~Lissy
 
 

6. April 2017

Rezension: Smoke

Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden...

Titel:

Smoke

Originaltitel:

Smoke

Autor:

Dan Vyleta

Genre:

Fantasy, Historischer Roman, Dystopie

Erschienen:

Deutsche Ausgabe: 13.03.2017
Originalausgabe: 24. 05. 2016

Verlag:

carl´s books / Random House
Link zur Verlagswebsite

 Inhalt:

Die Jugendlichen Thomas und Charlie sind adeliger Herkunft und besuchen ein Elite-Internat in Oxford. Dort werden sie nicht nur äußerst streng erzogen, sondern sollen gleichzeitig von einem Phänomen geheilt werden, das wie eine Krankheit um sich greift:
Bei jedem unaufrichtigen Gedankenentströmt den Menschen Rauch aus den Poren. Dieses Sündenbarometer befleckt Haut und Kleider und hinterlässt den sichtbaren Beweis für Verfehlungen im Handeln und Denken.

Bei einem Schulausflug nach London treffen die beiden Freunde auf Menschen voller Frevel, die jedoch keinen Rauch absondern. Wie ist das möglich? Die Suche nach den wahren Ursprüngen des Rauchs entwickelt sich für Thomas und Charlie zu einem dramatischen Abenteuer, bei dem sie sich mit einer skrupellosen Wissenschaftlerin, der Machtgier der Herrschenden und einer bizarren Zukunftsvision auseinandersetzen müssen...

Meinung:

Der Plot ist zwar ein wenig schockierend, weil er dem Leser die Bosheit der Menschen vor Augen führt, ist aber gleichzeitig erfrischend anders. Mehrer Plottwist halten sowohl die Geschichte, als auch die Spannung am Leben. Der Schreibstil ist großartig. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und meist auf einen allwissenden Erzähler zurückgreift, vermittelt es den Eindruck, dass man direkt neben Thomas und Charlie steht. Perspektivenwechsel erleichtern es, die Charaktere zu verstehen, auch wenn sie am Anfang ein wenig verwirrend sind.
Die `Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn Thomas mit seinen "Das-Mörder-sein-liegt-mir-im-Blut-Gejammer" schon ein kleines bisschen nervt. Den Rest der Zeit ist er allerdings ein stiller, etwas aufbrausender Junge, der zwar viel raucht, aber für seine Freunde durchs Feuer gehen würde.
Charlie ist sein komplettes Gegenteil. Er ist ruhig und sanft, hält aber genau wie Thomas zu seinen Freunden, steht trotz dessen Fehlern zu Thomas und beruhigt ihn, soweit er kann.
Livia ist in der ersten Hälfte des Buches alles andere als sympathisch. Sie ist kalt und abweisend, verbietet sich selbst jede noch so kleine Sünde und behandelt Thomas und Charlie wie Parasiten. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einem freundlichen, offenen Mädchen.
Die Geschichte spielt in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also zur Zeit der Industrialisierung. Dieses Zeitalter ist geschickt gewählt, es steht schließlich für den Fortschritt der Wissenschaften, die sich in Smoke auch mit dem Rauch und seiner Entstehung beschäftigen.

Fazit:

Smoke ist ein erfrischender, fesselnder Roman über drei Jugendliche, die zwischen den Intrigen der Herrschenden nach Antworten suchen.
Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen.

Dank sei dem Rauch.


~Pauline


12. März 2017

Rezension: A long way down

,,Für Leute wie uns ist Rock ’n’ Roll wie aufs Collage zugehen.’’

Titel:

A Long Way Down

Autor:

Nick Hornby

Genre:

Fiktion, Suizid 

Erschienen:

2005

Verlag:

Kiepenheuer & Witsch (KiWi)

Inhalt:

Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass sich die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichte erzählen: die Hausfrau Maureen, der Talkmaster Martin, das Mädchen Jess und der Musiker JJ. Die vier verabreden sich, mit dem finalen Sprung zu warten. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und zwischen kleinen und großen Streitereien einander auf wundersame Weise helfen können…

Meinung:

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen okay. Es gehört eher nicht in die Kategorie der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, insofern musste ich mich erst daran gewöhnen.

Der ständige Perspektivenwechsel ist zunächst anstrengend, da sich dadurch auch der Schreibstil verändert, jedoch gewöhnt man sich mit der Zeit daran.

Je weiter ich kam, desto besser habe ich das Handeln der Protagonisten verstanden, auch wenn Jess und Martin mir manchmal ziemlich auf die Nerven gegangen sind.

Die Umgebung war ausreichend beschrieben, wobei es nicht geschadet hätte, wenn sie etwas detaillierter gewesen wäre.

Am Anfang habe ich mich gefragt, was die vier verbindet, immerhin kannten sie sich kaum und haben sich auch fast ununterbrochen gefetzt, jedoch ging auch mir irgendwann ein Licht auf – die vier teilen eine Erfahrung, einen Moment, in dem sie sich brauchten. Sie haben einander das Leben gerettet.

Fazit:

,,A Long Way Down’’ konnte mich leider nicht begeistern, obwohl es einige positive Faktoren hatte. Es bekommt 2,5 von 5 Sternen, was immer noch ein respektables Ergebnis ist.

,,Was wäre nötig, um ihren Entschluss zu ändern?’’ 

~Lissy

4. März 2017

Rezension: Love letters to the dead


                          ,,Ich trage mein Herz in deinem’’

Titel:

Love Letters to the dead

Autor:

Ava Dellaira 

Genre:

Echtes Leben, Liebe, Beziehung und Freundschaft 

Erschienen:

2015

Verlag:

Cbt Kinder- und Jugendverlag
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb.
Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledgar. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden.
Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, von ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe.
Doch erst, als sie sich die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben…

Meinung:

Dadurch, dass das Buch ausschließlich aus Briefen besteht, habe ich leicht mal den Faden beim Lesen verloren, auch wenn die Geschichte sehr schön ist. Das Buch wird durch Spannung, Humor und einem Hauch Romantik fast schon lebendig.
Der Schreibstil von Ava Dellaira ist fesselnd und sehr schön. Sie lässt die Briefe eines einsamen, wenn auch verträumten Mädchens, real wirken.
Ich habe gemeinsam mit der Protagonistin Laurel nach Sky Ausschau gehalten, mit ihren Freunden gelacht und gefeiert und Laurels Trauer und Wut mit dem Mädchen geteilt. Schon nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen. Die Geschichte hat mich förmlich mitgerissen.
Ich hatte jedoch auch teilweiße Orientierungsprobleme, da ich nie wusste, was für ein zeitlicher Abstand zwischen Laurels Briefen liegt.

Fazit:

Ein wunderschönes, wenn auch trauriges Buch.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 


Zwei Mädchen stehen an einer Brücke und sehen:
Die Blätter fallen nicht, sie schweben.

 


~Lissy

26. Februar 2017

Interview: Autorin Alexandra Fuchs

Lissy hat ein Interview mit Alexandra Fuchs, der Autorin von Straßensymphonie geführt. Hier findet ihr alle Fragen und Antworten.

Lissy: Hast du schon immer gerne gelesen und geschrieben?
 
Alex: Gelesen hab ich schon immer gern. Das Schreiben hat erst im Gymnasium angefangen. Aber erst in den letzten Jahren hat es sich wirklich zu einer Leidenschaft entwickelt :).
 
Lissy: Liebst du die Musik genauso wie Kat?
 
Alex: Oh ja! Musik gehört für mich zu allem dazu und ich liebe sie. Ohne geht gar nicht. Ich wünschte ich könnte auch so toll singen wie Kat oder Levi :D.
 
Lissy: Kann ich voll und ganz verstehen *-*
Wärst du auch gerne ein Wandler?
 
Alex: Ja, wer nicht? Ich liebe Tiere und würde es wundervoll finden ein Seelentier zu besitzen ^_^
 
Lissy: Und welches wäre das?
 
Alex: Wahrscheinlich ein Hund. Oder ein Fuchs. Es ist ganz schwierig. Ich hab mir wohl von überall ein paar Eigenschaften gegriffen... Vielleicht wäre ich auch ein Mutant!
 
Lissy: Als erstes hast du ja Hund genannt - wärst du auch gerne ein Schwedischer Elchhund wie Levi?
 
Alex: Ich wäre wahrscheinlich eher ein kleiner verfressener Mischling, der nirgends richtig dazu passt . Aber ich liebe schwedische Elchhunde. Sie sind wunderschöne treue Wesen.

 
Vielen Dank an die liebe Alexandra, dass sie sich Zeit für Lissy genommen hat.

Rezension: Flawed - Wie perfekt willst du sein?

Pünktlichkeit ist man, wenn man etwas genau zur verabredeten Zeit tut. Du bist nicht pünktlich, du bist immer lächerlich früh dran.


Titel:

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Originaltitel:

Flawed – One choice could cost her everything

Autor:

Cecelia Ahern

Genre:

Dystopie, Fantasy, Science Fiction

Erschienen:

September 2016

Verlag:

Fischerverlage


Inhalt:


Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe. Ihre Einstellung zur Regierung des Landes wird auf den Kopf gestellt und verändert sich grundlegend.


Meinung:

Die Story ist spannend und emotional. Zwischendurch hatte ich selbst dass Gefühl, in der Haut der Protagonistin Celestine zu stecken und für das richtige kämpfen zu müssen. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich kann Cecelestines Handeln nachverfolgen und ihre Gefühle verstehen. Das Buch weißt darauf hin, dass Perfektion nicht alles ist und bringt den Leser zum Nachdenken.
Durch einen lockeren und abwechslungsreichen Schreibstil wird die Story lebendig und amüsant.

Fazit:

Die Geschichte ist total schön und sehr gut geschrieben.
Flawed bekommt 5 von 5 möglichen Sternen von mir.


Ich bin ein Mädchen, das auf klare Definitionen steht, auf Logik, auf Schwarz oder Weiß. Vergesst dass nicht.


~Lissy

Rezension: Die Buchspringer

Meine letzten Zweifel lösten sich in Luft auf. Dies musste Oliver Twists Armenhaus sein! Ich kroch zwischen den Beinen hindurch und fand eine Stelle, an der ich mich hinauf auf eine der langen Bänke schieben konnte.




Titel:

Die Buchspringer

 Autor:

Mechthild Gläser

Genre:

Fantasy 

 Erschienen:

Februar 2016

 Verlag

Loewe 

Inhalt:

Auf Schir Khans Rücken durch das Dschungelbuch jagen, mit Goethes Werther die Hexen aus Macbeth bekämpfen und mit Elizabeth Bennet für den gut aussehenden Mr Darcy schwärmen... Nie hätte Amy gedacht, dass sie den Figuren aus ihren Lieblingsbüchern so nah sein könnte! Doch sie ist eine Buchspringerin, und damit ist es ihr möglich, wirklich und wahrhaftig in jede Geschichte einzutauchen, die sie schon immer einmal selbst erleben wollte. Amy testet ihre neue Fähigkeit ausgiebig - bis in der Buchwelt plötzlich gar nichts mehr so ist, wie es sein sollte.


Meinung:

Das Cover ist schön, der Klappentext ansprechend und der Schreibstil toll. Die Seiten flogen beim Lesen nur so vorüber. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Die Story erscheint zwar auf den ersten Blick etwas langweilig, ist aber in Wahrheit jedoch wunderschön. Ich muss zugeben, dass ich während des Lesens ebenfalls versucht habe, ich die Welt der Bücher zu springen, was mir leider nicht gelungen ist. Trotzdem habe ich mich beim lesen fast gefühlt wie eine Buchspringerin.

Leider ist das Ende des Buches nicht so gut gelungen. Ich wüsste gerne, wie es nach dem offiziellen Ende mit den Personen weitergeht, insbesondere mit Amy und Will...

Fazit:

Die Geschichte ist schön und bietet einige Überraschungen.

Die Buchspringer bekommen 4 von 5 möglichen Sternen von mir.


Die Welt um Will versank im Dunst. Wattige Schwaden krochen aus der See, legten sich schwer auf seine Brust und wischten alles andere fort. Alles, bis auf das reglose Gesicht seines ältesten Freundes. In seinem Kopf wummerte ein einzelnes Wort: tot. 

 


 ~Lissy

Rezension: Rotkäppchen und der Hipsterwolf

Bei den ganzen Allüren und Traumata der Helden bei uns im Märchenwald würde ein Psychiater sicher gut verdienen. Leider haben wir nur Möchtegern-Psychiater zu bieten, die noch gestörter sind als ihre Patienten.


Titel:

Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

Autor:

Nina Mackay

Genre:

Fantasy 

Erschienen:

Oktober 2016

Verlag: 

Drachenmond Verlag

Inhalt:

Jeder von uns kennt die Märchen von Rotkäppchen und Co. Doch so friedlich wie wir alle denken ist das Leben der Prinzessinnen gar nicht. Nun ja, zumindest nicht mehr, seid die Ehemänner der Heldinnen entführt wurden. Auf der Rettungsmission lernt die Protagonistin Rotkäppchen alias Red den Hipster-Journalisten Ever kennen. Doch leider ist dieser gutaussehende junge Herr ein Werwolf und die gute Red leidet zu ihrem Pech an einer Wolfsphobie... Und leider muss sie sich zusammenraufen um die Prinzen zu retten... So kommt es, dass die junge Dame mit einem Werwolf durch die Wälder schlendert.

Meinung:

Die Geschichte ist spannend aufgebaut. Durch immer wechselnde Charaktere wird die Story lebendig und interessant. Zwischendurch gibt es regelmäßig Perspektivenwechsel die dafür sorgen, dass einem die Protagonisten nicht auf die Nerven gehen, was leider nicht immer gelingt. Protagonistin Red geht einem zwischendurch ziemlich auf die Nerven und auch Werwolf Ever hat mich den ein oder anderen Nerv gekostet.

Nina Mackays Schreibstil ist toll. Er liest sich gut und flüssig. Ich hatte beim Lesen regelmäßig Lachanfälle, was für den ein oder anderen komischen Blick sorgte...

Mein Lieblingscharakter ist eindeutig der ''böse'' Pirat Captain Hook, alias Jaz. Er sieht gut aus, hat Humor und ist (auf seine eigene Art) liebevoll.

Viele Leser kennen die Handlungsorte schon aus den Märchen, aus denen wir auch schon einige der Charaktere kennen, und dennoch sind die Handlungsorte uns vollkommen fremd. Nina Mackay erschuf eine eigene, neue Welt, jedoch ohne die uns bereits bekannten Welten der Märchen zu zerstören.

Fazit:

Die Geschichte ist schön und bietet viele Wendungen, die mich beim Lesen sehr überraschten.

Red's Story bekommt 4,5 von 5 möglichen Sternen von mir.

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~Lissy

Rezension: Liv, Forever


Warum hatte ich ihm nicht gesagt, was ich fühle? Warum war ich ihm ausgewichen, als er mich küssen wollte? Warum hatte ich ihm nicht gesagt, dass ich noch nie jemanden so geliebt hatte?

Titel:

Liv, Forever

 Autor:

Amy Talkington

Genre:

Fantasy, Romantasy, Paranormal 

 Erschienen:

2014

 Verlag: 

Gulliver
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

 Als die künstlerisch begabte Liv an der renommierten Wickham Hall als Schülerin angenommen wird, ist sie überglücklich, doch schon bald bemerkt sie, dass sie zwischen den selbstverliebten Snobs völlig fehl am Platz ist. Eigentlich sollte es sie nicht weiter stören, jedoch ist da noch der unverschämt gut aussehende und sensible Malcolm, der ausgerechnet dem elitären Victor-Geheimbund angehört. Liv und Malcolm verstehen sich ausgezeichnet, doch bevor sie ihm ihre Liebe gestehen kann, wird Liv hinterrücks ermordet und findet sich inmitten unzähliger untoter Mädchen wieder, die alle im Laufe der Jahrzehnte auf dem Schulgelände umgebracht wurden. Um die grausamen Taten aufzudecken, müssen sich die Untoten zusammentun und Kontakt mit der Welt der Lebenden aufnehmen. Wird es Liv gelingen, den Täter zu entlarven und ihren geliebten Malcolm ein letztes Mal zu berühren und ihm ihre Liebe gestehen können?

Meinung:

 Ein toller Schreibstil, ein schönes Cover und spannende, jedoch auch traurige Story prägen das Buch. Die Charaktere sind mir im laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Malcolm ist so lieb und einfühlsam, während Liv wunderschön und klug ist. Die beiden sind ein tolles Paar, doch wie sollen sie eine Beziehung führen, wenn Liv doch nicht mehr unter den Lebenden weilt? Ihre einzige Chance ist der total irre (wenn auch nette) Außenseiter Gabe…
Dieses Buch hat mich beim lesen gefesselt und in seine eigene Welt entführt. Doch dafür ist das Ende absoluter Müll. Es ist abrupt, abgehackt und äußerst unpassend. Es hat meine Gesamtmeinung zum Buch negativ beeinflusst.

Fazit:

Liv, Forever ist ein tolles Buch, weißt jedoch auch einzelne Mängel auf.
 Ich gebe 4 von 5 Sternen.  

Würde ich für die Freiheit sterben? Für die Liebe?

 

~Lissy

 

24. Februar 2017

Rezension: Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Ich bin nicht Schneewittchen.

Ich bin die böse Königin.

 

Titel:

Die dreizehnte Fee - Erwachen

Autor:

Julia Adrian

Genre:

Fantasy 

Erschienen:

2015

Verlag:

Drachenmond Verlag
Link zur Verlagswebsite

 Inhalt:


Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Meinung:

 Der Plot ist relativ einfach und lässt zum Teil leicht vorhersehen, erst im letzten Kapitel macht er eine größere Wendung - die dafür sehr unerwartet und überraschend kommt und die Spannung erheblich steigert, um so das Buch mit einem Cliffhanger zu beenden.
Die Spannung wächst dementsprechend nicht aus dem Plot, sondern aus den Fragen, die sich während des Lesens immer weiter vermehren. Auch der Schreibstil fördert den Lesefluss, er ist sehr leicht und flüssig, man merkt kaum wie die Worte dahin fliegen. Genauso gut sind die Charaktere das Setting. Man kann sich sehr gut in die menschliche Seite der dreizehnten Fee hineinversetzen, fürchtet dagegen die Königin. Ihre Handlungen sind sehr gut durchdacht und vollkommen nachvollziehbar. Anders steht es mit dem Hexenjäger. Er ist für den Leser genauso undurchschaubar wie für die Fee.
Die Geschichte spielt in der Märchenwelt Pandora, die unserer ähnlich genug ist, um sie sich problemlos vorstellen zu können, aber genug Platz zum Träumen lässt. Auch wenn die Geschichte natürlich nur in einem kleinen Teil der Welt spielt, werden andere Teile der Welt erwähnt und so verdeutlicht, dass mehr als nur der kleine Teil existiert.

Fazit:

Auch wenn der Plot ein klitze, klitze kleines bisschen langweilig ist, bleibt das Buch spannend und lässt sich in einem Rutsch verschlingen, außerdem muss ich hier anmerken, dass die Plots der anderen beiden Teile dafür umso besser sind.
Deswegen bekommt Die Dreizehnte Fee - Erwachen von mir 4,5 von 5 Sternen.

Ticktack, Ticktack. Eine Stunde verinnt, ein Tag. Ein Leben geht zuende ein neues beginnt. Und während der Tod unter den Lebenden unermüdlich seine Auswahl trifft, bleibt nur eines gewiss: Irgendwann ist jeder dran. Auch die längsten Leben werden eines Tages ihr Ende finden. Auch die der Hexen. Ihre Zeit ist gekommen - ich bin zurück.

 


~Pauline