16. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017

 (Fotos findet ihr ganz unten :D )
Hey ihr Lieben,
wir waren dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Frankfurter Buchmesse und, genau wie letztes Jahr, war es einfach nur toll.
Ich erzähle hier einfach mal ein bisschen von meinem Tag, Lissys Tag kommt vielleicht noch hier drunter oder bekommt einen extra Post, je nach dem ob ihr mein Text gefällt und sie Lust hat was zu schreiben.* Wir waren eh fast die gesamte Zeit zu dritt unterwegs, nämlich Lissy, eine gemeinsame Freundin (Anna) und ich.
Weil wir nur Samstag auf der Buchmesse waren, waren unsere Terminpläne natürlich ziemlich voll.
Zuerst einmal mussten wir um fünf aufstehen, weil wir dieses Jahr Schattenjäger cosplayen wollten und noch unsere Runen brauchten. Anna war Clary Fray aus den Chroniken der Unterwelt, Lissy war Charlotte Branwell aus den Chroniken der Schattenjäger und ich war Isabelle Lightwood, auch aus den Chroniken der Unterwelt.
Abfahrt war um kurz nach halb acht, meine Mutter hat noch einen kurzen Stop beim Bäcker eingelegt und Verpflegung für die Fahrt gekauft, weil wir vor lauter Runen nicht mal zum frühstücken kamen.
Um halb zehn waren wir endlich auf dem Messegelände, etwas später als geplant, weil wir erst am Eingang erfahren haben, dass Cosplayer zu ihrem eigenen Eingang rein müssen, den wir erstmal suchen mussten. Anna wäre sogar durch den normalen Eingang reingekommen, aber Lissy hat man in ihrem "mittelalterlichen" Kleid natürlich angesehen, dass sie nicht immer so rumrennt. Zugegeben, auf dem Weg zum City Eingang haben wir uns etwas aufgeregt, weil das unseren Zeitplan etwas durcheinander geworfen hat und unser Cosplay, vorallem Lissys, nur aus den Runen, passenden Klamotten und ein bisschen Schmuck bestand, keine Waffen also, aber natürlich muss besonders auf der Buchmesse streng auf solche Kleinigkeiten geachtet werden, so war alles vergessen sobald wir auf dem Messegelände waren.
Dort ist Lissy als aller erstes zu Erin Hunter gehuscht, später als geplant, sie hat ihr Autogramm aber trotzdem bekommen.
Anna und ich haben dem Drachenmondverlag den ersten von sehr vielen Besuchen abgestattet und die Bücher für meine ausgesuchten Signierstunden gekauft. Außerdem hat Anna sich mit dem Drachenmond-Fieber (das ja auch auf Bookstagram um sich greift) angesteckt und zwei kleine Drachen adoptiert.
Die nächsten 45 Minuten haben wir damit verbracht, uns Ebene 0 von Halle 3 angeguckt, eine Tasche für Anna gesucht (wir haben sie übrigens nicht gefunden) und haben uns den Stand von Randomhouse angesehen (natürlich noch ein "paar" andere, aber der Bericht ist mir jetzt schon zu lang *upsi*)
Dann hatte ich ein Meet & Greet mit Mirjam H. Hüberli, der Autorin von Rebell aus dem Drachenmondverlag. Sie hat meine beiden Bücher signiert, dann haben wir uns noch ein bisschen unterhalten.
Als nächstes stand Kaffetrinken mit dem Rest (also Lissy, meiner Mutter und ihrem Freund) auf dem Plan, wobei wir dann Lissy wieder eingesammelt haben, die uns ganz stolz ihre Beute vom Sternensandverlag gezeigt hat.
Jetzt stand eigetnlich eine erneute Trennung an, weil Lissy und Anna etwas Freizeit hatten, ich aber zur Signierstunde von Christian Handel wollte, die *Überraschung* beim Drachenmondverlag stattfand. Die beiden waren aber so nett und haben gewartet, bis mein Rosen und Knochen signiert war, um dann mit mir zusammen ein bisschen herumzulaufen, bis das Mittagessen wieder mit meiner Mutter und Lissy anstand.
Nach der kurzen Stärkung stürzten wir uns wieder ins Getümmel (das langsam echt dicht wurde) und wir besuchten ein weiteres mal den Drachenmondstand (ich sag doch: sehr viele Besuche). Lissy beuchte Nina McKay, um ihre Pute signieren zu lassen (Das ist ein Drachenmond-Insider: Bei der Erstauflage hat sich ein Rechtschreibfehler auf das Cover geschlichen, jetzt steht auf dem Buchrücken statt Aschenputtel und die Erbsen-Phobie wirklich Aschenpuutel und die Erbsen-Phobie. Alle haben das aber ganz locker aufgenommen, die Erstauflage ist jetzt halt was besonderes), ich habe mir von Emily Thomsen Flerya signieren lassen.
Jetzt kommt eine kurze Pause vom Drachenmondverlag, nämlich hatte um 15 Uhr 30 CASSANDRA CLARE eine Signierstunde, zu der wir natürlich unbedingt hinwollten. (Funfact: Wir haben unsere Cosplays ausgesucht, bevor wir wussten, dass sie kommt). Also waren wir ab 13 Uhr 30 auf der Agora und haben gewartet.
Jetzt kommt der einzige negative Punkt unseres Tages, nämlich die wundervolle Planung des Verlags (das war Ironie):
1.Im Signierzelt sind zwei Plätze (eigentlich vier, zwei Richtung Lesezelt und zwei Richtung Open Stage, haben wir zwar erst nicht kapiert, stand im Nachhinein aber ziemlich genau in der App) was zu der Frage führt: Welcher der Plätze ist für Clare, wo müssen wir uns also anstellen? Natürlich haben wir andere Fans gefragt, aber keiner hatte eine Ahnung. Etwa gegen 14 Uhr hat irgendjemand einen der Goldmann-Mitarbeiter gefragt. Antwort: Je nachdem, wann Nicholas Sparks (der vor Cassandra im Zelt war) fertig ist. Toll. Die Reaktion der Fans war, sich einfach irgendwo anzustellen, was im Endeffekt zu zwei verschiedenen Schlangen führte: Eine für Cassandra Clare, von der aber keiner wusste, wo sie jetzt genau anstanden, und einer gemischten Schlange vor dem Signierzelt, die zur Hälfte für Nicholas Sparks anstand, zur Hälfte für Clare (was vermutlich auch die Sparks-Fans gestört hat, die immerhin hinter den Clare Fans standen, obwohl Sparks vor Clare signiert hat.
Gegen 14 Uhr 30 kamen die Mitarbeiter dann auf die Idee, ein Schild hochzuhalten, auf welchem Platz Cassandra signiert, nämlich dem freien. In der Theorie eine gute Idee, in der Praxis hat das aber dazu geführt, dass aus den beiden Schlangen ein unförmiger Klumpen wurde, der vor dem Signierzelt stand (oder einer sehr breite Schlange, wie mans nimmt). Noch war die Stimmung des Klumpens gut, man hat zwar fast nichts von Cassandras Buchvorstellung verstanden, aber immer wenn in unserem Grüppchen ein Name gefallen ist, hat das zu Begeisterten Rufen des Namens und Diskussionen über den Charakter geführt.
Bis zu dem Moment, in dem Cassandra Clare aufgestanden ist. Ab dann ist für uns alle auch der letzte Rest der Stimmung den Bach runtergegangen, weil mit Cassandra die Besucher ihrer Buchvorstellung in Richtung Signierzelt gekommen sind. Die haben sich dann irgendwie für besonders toll oder so gehalten, jedenfalls sind die einfach an der Schlange vorbeigelatscht und haben sich vorne von den Seiten reingequetscht. "Wie bei einem Trichter" hat irgendjemand in unserer Nähe gesagt, was das ganze ziemlich gut beschreibt.
Die Fans, die ganze 3 (!) Stunden in der prallen Sonne (!!) gestanden (!!!) haben, standen also weiter dumm rum und konnten sich nach der Signierstunde "freuen", dass sie Cassandras Umriss auf der Open Stage gesehen haben (falls sie Glück hatten), ihre Stimme gehört haben und während der Signierstunde ihren Scheitel sehen konnten (wenn sie weit genug vorne standen).
Als die Signierstunde dann  (15 Minuten nach dem eigentlichem Ende) beendet wurde, flossen bei manchen sogar die Tränen, Anna und ich waren einfach nur frustriert. Wir sind ein letztes Mal zum Drachenmondstand gegangen und haben Lissy eingesammelt, die die Signierstunde pünktlich um 16 Uhr 30 verlassen hat, weil sie ein Meet & Greet mit Alex Fuchs hatte.
Uns blieben noch etwa 20 Minuten, bis unsere Mutter fahren wollte.
Ich musste (wegen der blöden Signierstunde) noch ein bisschen frustshoppen, also sind wir nochmal über die Agora gerannt, dann die Außenrolltreppe hoch und über Ebene 1, dann in Halle keine-Ahnung-welche-es-war in die Cosplay Corner, weil wir da unbedingt noch hinwollten und mein viel zu hoher SuB mir zu etwas Merchandise geraten hat. Also habe ich mir zwei Wundertüten (Herr der Ringe und Harry Potter) geschnappt, dann mussten wir auch schon zum Ausgang, wo unsere Mutter und ihr Freund auf uns gewartet haben.

Trotz der äußerst misslungenen Goldmann-Signierstunde (für die Cassandra Clare sich übrigens auf Instagram entschuldigt hat) war es ein echt schöner (und drachenreicher) Messetag mit vielen tollen Menschen.
Wir versuchen, nächstes Jahr zwei Tage auf die Messe gehen, mal gucken was daraus wird.
Liebe Grüße,
Pauline
 *Edit: Lissy hat keine Lust, was eigenes zu schreiben, sie meint, dass das hier reicht und dass sie mir vertraut. Na, wenn das mal kein Fehler war ;) Vielleicht sollte ich irgendwas fieses schreiben.... Muhahahaha... (Hier bitte ein typisches Bösewicht-Lachen einfügen, Doofenschmirtz oder so) 



 Unsere Cosplays. Von links: Lissy (Charlotte), Anna (Clary) und ich (Isabelle)






 Ich (Pauline) und Mirjam H. Hüberli





Auf dem Messegelände angekommen mussten natürlich erstmal Snaps verschickt werden, um ein bisschen anzugeben.



Lissys Signierstunde mit Erin Hunter


 Der Meeting-Point auf der Agora beim perfekten Messe-Wetter


Warten auf Cassandra Clare, beziehungsweise mehr Infos über die Signierstunde


Cassandra Clare während der Buchvorstellung (das ist 4facher Zoom) 


Während der Signierstunde

 

Die Cosplayer-Ecke auf der Agora


Unser hervorragendes Messewetter


Der Groh-Stand, der zweitschönste nach dem Drachenmondstand, den ich gesehen habe 
(Vom Drachenmondstand habe ich leider kein schönes Bild gemacht, aber guckt doch einfach mal auf ihrer Instagramseite, wenn es euch interessiert)


12. Oktober 2017

Rezension: Der schwarze Thron (II)

"Was hast du auch erwartet? Man wird nicht einfach so in die Brecciaspalte gestoßen, kriecht wieder heraus und ist danach noch die selbe wie früher."

 

Titel:

Der schwarze Thron - Die Königin

Originaltitel:

One Dark Throne

Autor:

Kendare Blake

Genre:

 Fantasy

Erschienen:

25.09.2017

Verlag:

Penhaligon / Randomhouse
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin - doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt - nun muss sich jede Königin entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg vor der Krone vor nichts zurück. 

Meinung:

Ich bin ein wenig hin und her gerissen. Der Plot ist zwar wirklich genial, nämlich wahnsinnig fesselnd und genial, aber die Handlung reicht eigentlich nicht für zwei Bände.  Ich hätte erwartet, dass noch mehr kommt als der Kampf um die Krone, aber dem war nicht so. 
Durch den fesselnden, wenn auch etwas ungewöhnlichen Schreibstil (das Buch ist in der 3. Person im Präsens Singular geschrieben) bemerkt man dies aber während des Lesens nicht, sondern erst, wenn man auf das Gelesene zurückblickt. 
Auch wenn einige Blogger der Meinung sind, dass es ihnen so vorkommt, als gäbe es zwischen ihnen keinerlei Unterschiede, aber diese Meinung teile ich nicht.
Arsinoe ist wild und ungestüm, nicht zu bändigen und weigert sich strikt, ein Kleid zu tragen, Mirabella dagegen trägt sogar zu einem Duell ein Kleid, ist gesittet und wohl erzogen. Und Katharine ist Katharine, sie will Natalia Arron stolz machen, die für sie so etwas wie eine Mutter ist. 
Katharine hat sich nach ihrem Sturz in die Brecciaspalte vollkommen verändert, was ich zunächst sehr kritisch gesehen habe, bis Pietyr Renard die Erklärung dafür gesucht und gefunden hat. 
Dennoch weist das Buch ein paar Fehler beziehungsweise unlogische Stellen auf. 
Erstens: Warum ist Arsinoe (die in Band 1 festgestellt hat, dass sie in Wahrheit eine Giftmischerin ist) einfach so resistent gegen Gift, obwohl alle anderen, vor allem Katharine, von Kindesbeinen an mit Gift gequält werden?
Und zweitens: Warum zeigt sich bei Katharine keine eindeutige Gabe? Sie verträgt mittlerweile zwar beachtliche Mengen an Gift, aber sie leidet eben trotzdem an Schmerzen. Manchmal verhält sie sich genauso temperamentvoll wie eine Elementwandlerin, im nächsten Moment schießt sie mit einem Bogen und wirft mit Messern um sich. Gleichzeitig zeigt sie aber keine eindeutigen Zeichen einer Gabe: Sie kontrolliert keine Elemente, ob absichtlich oder unabsichtlich, sie verliert nie die Gewalt, wie Jules und sie hat keinen Familiaris. 
Auch unbeantwortet bleibt die Frage, warum ihre Mutter in Arsinoe und Katharine den falschen Familien zugeordnet hat, aber diese Frage wird hoffentlich in Band 3 beantwortet.

Fazit:

Trotz all der kleinen Schwächen fügt der dunkle Thron sich doch zu einer überragenden Geschichte zusammen, die aus einer unvergleichlichen Handlung, einzigartigen Charakteren und einer ganzen Palette an feinen Details besteht. 
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.


"Alle Königinnen sind heilig, selbst jene, die ihr in die Brecciaspalte gestoßen habt."


~Pauline

6. Oktober 2017

Rezension: Scherben der Dunkelheit

Nirgendwo ist die Welt so lebendig wie auf dem Papier. 


(Original-)Titel:

Scherben der Dunkelheit

Autor:

Gesa Schwartz

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

25.09.2017

Verlag:

cbt / Randomhouse 

Inhalt:

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint ...

Meinung:

Wie immer zuerst einmal über den Plot: Er ist wirklich gut gelungen und fesselt durch unerwartete Wendungen. Er berücksichtigt die menschlichen Fehler und führt die Artisten des Dark Circus immer wieder auf Irrwege.
Der Schreibstil ist einfach nur toll - Gesa Schwartz schreibt immer so verträumt, aber gleichzeitig fesselnd und malt ihre Bilder vor die Augen ihrer Leser, zum Beispiel verwendet sie Formulierungen wie "ein Kaleidoskop der Dunkelheit" oder "die Königin der Farben".
Anouk ist eine Träumerin, die sich selbst und ihre Farben nach dem Tod ihres Bruders hinter einer kühlen Mauer versteckt. Erst mithilfe von Rhasgar und dem Dark Circus erkennt sie, dass ihre Farben nicht mit ihrem Bruder gestorben sind.
Ähnlich ergeht es auch Rhasgar: Er hat in seiner Vergangenheit einige sehr schlimme Dinge getan und ist der festen Überzeugung, so sein Licht gelöscht zu haben. Daher brauchen Anouk und Rhasgar sich, und auch wenn von ihrer ersten Begegnung an klar ist, dass die beiden früher oder später zusammen kommen, quält Gesa ihre Leser mit einigen kleineren Hindernissen und einer ziemlich fiesen Wendung, sobald diese bewältigt sind.
Alle Charaktere sind sehr plastisch und gelungen, fast als würde Gesa sie kennen, als wäre auch sie eine Artistin des Dark Circus (naja, wer weiß...). Und auch wenn bei einigen ziemlich klar ist, auf welcher Seite sie stehen und ob man sie mag oder nicht, kommt die wahre Seite bei anderen erst am Ende ans Licht.
Zu erwähnen bleibt jetzt nur noch der Dark Circus. Ich liebe ihn einfach, vorallem weil man von einem hell erleuchteten Zirkuszelt voll lachender Menschen und Magie träumen kann, oder von der Dunkelheit, die die Artisten im Schatten gefangen hält.
 

Fazit:

Scherben der Dunkelheit fesselt die Leser wie der Dark Circus seine Besucher. Es führt sie in die Dunkelheit und lässt ihre Herzen rasen, aber dann lässt es sie von einem Mädchen im blauen Kleid träumen, und von dem Herrn der Spiegel, der so viel mehr ist als seine Dunkelheit.
Ich vergebe eindeutig 5 von 5 Sternen. 
 

"Ihr Menschen", sagte er zärtlich. "Ihr wisst nicht mehr, was Träume bedeuten, und glaubt ihnen zu begegnen, wenn ihr doch nichts als die Wahrheit vor euch seht."


~Pauline 

27. September 2017

Rezension: Herz aus Nacht und Scherben

Der Nebel zog in geisterhaften Schleiern durch Venedigs Gassen. Tierfschwarz thronte der Nachthimmel über den Dächern, die Kanäle glühten im Schein der Laternen, als bestünden sie aus dunklen Spiegeln.

Titel:

Herz aus Nacht und Scherben

Autor:

Gesa Schwartz

Genre:

Fantasy, Romantasy

 Erschienen:

03.10.2016

Verlag:

Cbt / Random House
Link zur Verlagswebsite


Inhalt:

 Die 17-jährige Milou besucht nach langer Zeit endlich wieder ihre Großmutter in Venedig. In der Lagunenstadt begegnet ihr der geheimnisvolle Niv, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Doch etwas Unheilvolles geht vor im winterlichen Venedig, und schon bald ahnt Milou, dass Niv kein normaler junger Mann ist. Er ist ein Rabenwandler, und nur mit seiner Hilfe kann Milou das Rätsel um die Kinder der Stadt lösen, die nach und nach in plötzlich aufziehendem Nebel verschwinden.Gemeinsam stellen sie sich dem Reich der Scherben, das Milou trotz all seiner Gefahrenin seinen Bann zieht und sie zugleichin Finsternisse führt, die tief in ihr selbst verborgen liegen.              

Meinung:

Die Geschichte ist einfach wunderschön und beinhaltet alles, was man sich von einem Fantasybuch erhoffen kann:
Mut, Ehrlichkeit, Treue, Freundschft, Liebe und jede Menge Platz zum Träumen.
Der Schreibstil ist eine Mischung aus verspielt und veträumt, er malt dem Leser das Bild vor Augen. Durch dieses verträumte geht allerdings leider ein Teil der Spannung verloren, die der Plot in der ersten Hälfte des Buches auch nicht mehr fangen kann. In der zweiten Hälfte dagegen werden sowhl Schreibstil als auch Plot fesselnder.
Milou war mir an sich sehr sympathisch, mit ihrer verträumten Art können sich Fantasyleser gut identifizieren. In einem starken Kontrast zu ihr steht Niv. Seine düstere Aura wird duch die Seiten hindurch spürbar, genau wie seine freundliche Seite.
Das Reich der Scherben als zerbrochenes Spiegelbild unserer Welt ist ein guter Ort für die Handlung, den genau wie Niv besteht Milou seit dem Tod ihrer Eltern tief in ihrem Inneren auch zum Teil aus Scherben, auch wenn ihr das wahrscheinlich gar nicht bewusst ist.


Fazit:

Herz aus Nacht und Scherben ist zwar nicht wirklich fesselnd, hat dafür aber eine wunderschöne, verträumte Geschichte.
Daher vergebe ich 3.5 von 5 Sternen.

Nur der Grashüpfer mit der Mandoline zirpte hingebungsvoll weiter, bis ihm der Beckenspieler hinter ihm sein Instrument auf den Kopf schlug.


~Pauline

                                         

24. August 2017

Rezension: Diamantkriegersaga (III)

Langsam ahnte ich, dass ich diese Macht nicht besaß, selbst als Diamantkriegerin nicht, und diese Ahnung barg einen Schmerz, der mich ebenfalls umzubringen drohte.

 

(Original-)Titel:

Diamantkriegersaga - Tashiras Bestimmung

Autor:

Bettina Belitz

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

24.07.2017

Verlag:

Cbt / Randomhouse
 Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

 Endlich ist es soweit - die Diamantkrieger nehmen den Kampf gegen die Hydra auf. In einem abgelegenen Wüstentempel bereiten Tashira (wie Sara seit ihrer Einweihung genannt wird) und ihre Gefährten sich auf die Konfrontation mit den Mächten der Unterwelt vor. Doch die anhaltenden Spannungen zwischen Tashira und Damir drohen alles zu gefährden. Die Auseinandersetzung mit der Unterwelt wird zum entscheidenden Wendepunkt: Können die Diamantkrieger dem Bösen in der Welt etwas entgegensetzen und wird Tashira ihre Bestimmung annehmen?

Meinung:

!ACHTUNG, DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!
Zuerst einmal haben mir das Buch und besonders die ganze Reihe wirklich gut gefallen, auch wenn es in meiner Rezension vielleicht nicht deutlich wird.
Wie in den ersten beiden Bänden ist der Schreibstil wirklich gut, und auch der Plot ist im Großen und Ganzen wirklich gelungen. Allerdings finde ich, dass der Kampf gegen die Hydra im Endeffekt ziemlich mickrig ist - natürlich ist es verständlich, dass durch drei Diamantkrieger nicht alles böse der Welt vernichtet werden kann, aber ich hätte trotzdem mehr erwartet, als ein Gespräch, das einfach nur Saras Ansichten verstärkt. Auf der anderen Seite zeigt sich mit eben diesem Gespräch eine sehr sozialkritische Seite der Reihe, die wirklich zum Nachdenken bringt.
Sara, beziehungsweise Tashira, wie sie jetzt genannt wird, hat besonders in diesem dritten Teil eine Entwicklung durchgemacht, die sie zu einer noch besseren Diamantkriegerin macht. Ihre teilweise enthüllte Vergangenheit in ihren vorherigen Leben lässt ihr Handlungen verständlicher werden und erhöht gleichzeitig die Spannung.
Diese Entwicklung ermöglicht es ihr auch, zu akzeptieren, dass Damir mit Tianna zusammen ist. Das war dringend nötig, vorallem weil Sara mit ihrem Gejammer langsam etwas nervig wurde. Trotzdem ist die Beziehung zwischen Sara und Pax etwas aus dem Nichts gerissen. Ich zwei einhalb Bücher lang hat sie nur Gefühle für Damir, und auf einmal überlegt sie es sich anders.
Was mir außerdem fehlt, ist ein abschließendes Ende. Wenn man etwas nachdenkt, wird klar, dass der mysteriöse Mann im letzten Kapitel Pax ist, nicht Damir. Erstens, bewegt Damir sich nämlich lautlos und zweitens hatten er und Sara schon vorher Streits.
Das lässt jedoch die Frage unbeantwortet, was aus Damir und vorallem aus Tianna wurde.
Was auch sehr verwirrend ist, ist dass Kratos nach der Hälfte des Buches auf einmal Konrad heißt.

Fazit:

Auch wenn das Buch dem Leser die Augen gegenüber dem 'Bösen' in unserer Welt auf fesselnde Weise öffnet, wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft und es haben sich einige Schwächen eingeschlichen. Daher vergebe ich leider nur 3 von 5 Sternen.

Wenn man in sich selbst Frieden gefunden hat, gibt es keine äußere Enge.

 

~Pauline

24. Juli 2017

Rezension: Die Getreuen und die Gefallenen (I)

Denn woher, wenn nicht vom Urheber alles Bösen, hätte eine solche Boshaftigkeit entspringen sollen?


Titel:

Macht - Die Getreuen und die Gefallenen

Originaltitel:

Malice (The Faithful and the Fallen 1)

Autor:

John Gwynne

Genre:

Roman, Fantasy

Erschienen:

19.06.2017

Verlag:

Blanvalet/ Random House

Inhalt:

Wo sich die Verfemten Lande erstrecken, färbte Blut die Welt einst rot. Wo heute uralte Ruinen stehen, bezwangen Menschen Giganten. Wo einzig das Heulen der Woelven erklingt, brannte vor tausenden Jahren die Welt.
Doch zu lange haben sich die Menschen in Sicherheit gewähnt. Nun weinen die Gigantensteine Blut, und in den Verfemten Landen regt sich erneut, was für immer verbannt sein sollte. Ein uralter Feind hat längst eine Allianz geschmiedet und wartet darauf, dass seine Stunde kommt. Und nur einer vermag es, ihn aufzuhalten, wenn die Schwarze Sonne die Welt betritt…

Meinung:

Zuerst einmal zum Plot: Ich persönlich finde, dass der Plot nicht sehr gelungen ist. Ich hatte Schwierigkeiten, den Handlungen zu folgen.
Der Spannungsaufbau gefällt mir ganz gut. An manchen Stellen hatte ich ziemliche Probleme, das Buch aus der Hand zu legen. Manchmal bestand jedoch gar keine Spannung und die Geschichte war ziemlich trist.
Der Schreibstil ist ziemlich durchwachsen. Stellenweise ist er sehr flüssig und angenehm zu lesen, Stellenweise ist er allerings auch ziemlich abgehackt.
Die Charaktere sind sehr gut gelungen und waren sehr sympathisch, jedoch hatte ich zeitweise ziemliche Probleme, sie auseinander zu halten. Besonders groß war dieses Problem bei dem ständigen Perspektivenwechsel.
 

Fazit:

Ich fand das Buch im Großen und Ganzen gut. Es hatte einige Stellen, an denen ich einiges zu bemengeln hatte, aber hat sicg dennoch 3,5 von 5 Sternen verdient.

Romar war gekommen, so wie ein Racheengel aus der Zeit der Geißelung.


~Lissy 

Rezension: Diamantkriegersaga (I)

Diamanten waren hörbar, ohne dass ich ihre Frequenz hätte nachsingen können.

 

Titel:

Diamantkriegersaga - Damirs Schwur

Originaltitel:

Diamantkriegersaga - Damirs Schwur

Autor:

Bettina Belitz

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

22.02.2016

Verlag:

Cbt
Link zur Verlagswebsite

 

Inhalt: 

ERWACHE.
ERKENNE DICH.
NUTZE DEINE FÄHIGKEITEN.
KÄMPFE!

Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft - jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht - bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinahe magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder auf der des Schattens.

Meinung:

Das Buch hat mich ehrlich überrascht - ich hätte ein gut verzweigtes Diebesnetz erwartet, aber keine einzelne Diebin, die für einen drogendealenden Zuhälter arbeitet. Auch das Zusammentreffen von Sara und Damir hätte ich mir ganz anders vorgestellt. Dadurch sind für mich ein paar überraschende Wendungen entstanden, die die Spannung des Buches ein wenig steigern. Sie entsteht allerdings hauptsächlich durch den Plot, der einfach mal etwas anderes ist und der immer wieder Fragen aufwirft.
Der Schreibstil ist zwar flüssig und lässt sich gut lesen, baut aber keine Spannung auf.
Sara habe ich schon auf den ersten Seiten ins Herz geschlossen, sie ist zwar eine Diebin, handelt aber aus der Not heraus und hatte eine schwierige Kindheit. Ihre zunehmnde Verwirrung wird sehr gut dargestellt, genau wie die Sorgen, die sie sich macht. Sie kann den Leser durch ihre unüberlegten Handlungen aber auch schnell in den Wahnsinn treiben.
Auch Damir ist ein sehr faszinierender Charakter: Er spricht fast nur in Rätseln - wenn er Sara überhaupt etwas verrät.
Den Titel finde ich dagegen vollkommen unpassend. Zwar klingt "Damirs Schwur" wirklich gut und man kann sich denken, was er geschworen hat, allerdings wird mit der Schwur mit keinem Wort erwähnt.

Fazit:

Die Diamantkriegersaga ist fesselnd, überraschend und fantastisch. Ich vergebe ganz lar 4 von 5 Sternen.

Aufrecht und wachsam stand er am Ende des Ganges, mit dem Rücken zu mir, die Füße leicht auseinander gestellt, die rechte Hand an der Hüfte, als wolle er nach einem Schwert greifen können, wenn es nötig wurde - und blickte über die linke Schulter zu mir zurück.


~Pauline

23. Juni 2017

Rezension: Diamantkriegersaga (II)

Heimweh tropfte süß und bitter zugleich in mein Herz, ein Heimweh nach einem Reich, das ich in diesem Leben und auf diesem Planeten noch nicht kennengelernt hatte.


Titel:

Diamantkriegersaga - La Lobas Versprechen

Autor:

Bettina Belitz

Erschienen:

24. Oktober 2016

Genre:

Fantasy, Romantasy

Verlag:

Randomhouse / cbt

Inhalt:

Sara kann ihr Glück kaum fassen, als Damir plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, obwohl er doch eigentlich den Bund des Schwertes mit einer anderen Kriegerin eingegangen ist. Dass ihre Treffen zunächst geheim bleiben müssen, nimmt Sara in Kauf. La Loba, bei der sie sich auf die Aufnahme in den Geheimbund der Diamantkrieger vorbereitet, erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Sara wird auf eine schwere Probe gestellt: Welche Rolle kann und wird Damir in Zukunft in ihrem Leben spielen? Und ist sie in der Lage, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Meinung:

Der Plot dieses Bandes ist relativ schlicht gehalten und beschäftigt sich hauptsächlich mit Saras Ausbildung und ihren Gefühlen für Damir, und ab der Mitte um den sogenannten Finsterschatten, der Sara in diverse Schwierigkeiten bringt.
Der Schreibstil ist wie im ersten Band ziemlich gut: klar verständlich, direkt und auch fesselnd, obwohl es an den weniger spannenden Stellen sehr leicht ist, das Buch aus der Hand zu legen - wenn auch nicht für lange Zeit.
Die Spannung ist in der ersten Hälfte des Buches eher gering, steigt aber mit dem Erscheinen des Monstrums sprungartig und beendet das Buch mit einem wirklich miesen Cliffhanger, quasi mitten in der Szene. Das soll nicht heißen, dass das Ende willkürlich gewählt ist, im Gegenteil, denn trotzdem wird das wahrscheinlich größte Rätsel des Buches gelüftet.
Sara ist immernoch ein sehr liebenswerter Charakter, denn sie versucht weiterhin verzweifelt, gegen ihre Vergangenheit anzukämpfen und nicht aufzugeben. Sie ist ein unheimlicher Dickkopf, lässt sich aber durchaus helfen, wenn es darauf ankommt und gibt alles, wenn ihre Liebsten sie brauchen.
Auch La Loba und Ariel habe ich im Verlauf der Geschichte sehr ins Herz geschlossen. Die beiden sind immer offen und unheimlich warmherzig, kümmern sich um Sara und verzeihen ihr, egal was sie tut.
Das gesamte Prinzip der Diamantkrieger liebe ich einfach: Ihre Schwerter, die für normale Menschen unsichtbar sind, ihre Wiedergeburten, Saras Erinnerungen an ihr Leben als Amazone. 

Fazit:

Das Buch hat ein riesiges Potenzial, das zum Großteil auch sehr gut umgesetzt wurde. Allerdings wird das Buch stellenweise doch etwas langweilig, besonders am Anfang, wenn es nur um Saras Ausbildung geht. Darum vergebe ich 4 von 5 Sternen.

"Wir haben doch nicht etwa wegen dem Pizzaboten unser Leben riskiert und ungefähr sieben rote Ampel überfahren?"
La Loba zuckte nur mit den Schultern.
"Ich wollte zurück sein, bevor sie geliefert wird. Hat ja geklappt."


 
~Pauline 

15. Juni 2017

Rezension: Pearl

Zweihundert Jahre lang habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere - nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt. 

 

Titel:

Pearl - Liebe macht sterblich

Autor:

Julie Heiland

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

24.05.2017

Verlag:

Fischer FJB 

Inhalt:

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: Sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?
 

Meinung:

Zuerst einmal über den Plot: Er ist wirklich wunderschön, gut zu verstehen und stellenweise sehr überraschend.
Durch das gesamte Buch herrscht nur eine leichte Spannung, die sich stellenweise etwas zuspitzt, und nur einmal kurz zum Ende hin nervenzereißend ist - was ein effektvolles, unvergessliches Ende zur Folge hat.
Der Schreibstil ist locker und einfach, sodass die Seiten vorbei zu fliegen scheinen und man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Durch Pearls tragische Vergangenheit, aber auch ihre verzweifelte Suche nach der Liebe kann man gar nicht anders, als Mitleid mit ihr zu haben. Gleichzeitig muss man aber auch ihre Stärke bewundern, dem 'Bösen' zweihundert Jahre stand gehalten zu haben und die Hoffnung behalten zu haben.
Auch Noah ist einfach nur liebenswürdig. Er ist ein wahrer Sonnenschein und wirklich genau so, wie ihn sich jede Frau wünscht.
Natürlich ist Venedig der perfekte Ort für die Geschichte - immer wieder wird die Romantik beschrieben, aber auch das Alter der Stadt, das zu Pearls ewigem Leben passt.
Die Stadt ist so gut beschrieben, dass ich fast das Gefühl habe, mich dort auszukennen, obwohl ich noch nie da war. 

Fazit:

Pearl ist entspannend zum Lesen und trotzdem fesselnd - außerdem wahnsinnig romantisch. Darum vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Metaphorisch ausgedrückt, sieht das folgendermaßen aus: Unsere gegenseitigen Liebesgeständnisse sind wie die beiden Flügel eines Tores. Und der Kuss vermag dieses Tor zu öffnen. 

 

~Pauline

Rezension: Eine wie Alaska

Das große Vielleicht war über uns, und wir waren unbesiegbar.


Titel:

Eine wie Alaska

Originaltitel:

Looking for Alaska

Autor:

John Green

Genre:

Roman

Erschienen:

Deutsche Ausgabe: 2009
Originalausgabe: 2005

Verlag:


Inhalt:

Miles ist 16. Viel ist nicht gerade los bei ihm. Keine Mädels, keine Kumpels, keine nennenswerten Hochs und Tiefs. Ein stinknormales Leben. Bis er Alaska trifft. Miles verliebt sich in das schöne Mädchen und gerät in eine Achterbahn der Gefühle: Alaska - Göttin und Rätsel, euphorisch und voller verrückter Ideen, aber auch unberechenbar und verletzlich. Was verbirgt sich hinter ihrer coolen Fassade? Und was hat der lang ersehnte Kuss zu bedeuten?

Meinung:

Dieses Buch hat mir total gut gefallen. Der Plot ist gut gelungen und macht den Leser neugierig. Miles komplettes Leben wird durch Alaska auf den Kopf gestellt und spiegelt so alles wieder, was man so über die Liebe denkt. John Greens Schreibstil ist toll und hat mich total mitgerissen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich ein Teil der Geschichte. Die Story ist total schlicht, jedoch macht der Autor sie durch seine Wortwahl und den Charakteren zu etwas ganz und gar besonderem. Besonders Miles Faszination für letzte Worte hat mich begeistert. Mir wurde bewusst, dass die letzten Worte eines Menschen manchmal sein ganzes Leben widerspiegeln. Zu gerne würde ich Alaskas oder Miles letzte Worte erfahren.
Miles und Alaska sind total verschieden. Und dennoch geben die beiden ein tolles Paar ab. Durch Alaska ändert sich so nicht nur Miles Leben, sondern auch er selbst.

Fazit:

Eine wie Alaska ist ein wunderschöner Roman, der eine Lawine aus Gefühlen auslöst. Dafür vergebe ich 5 von 5 Sternen.

 Wie kommen wir aus dem Labyrinth des Leidens heraus ?


~Lissy

30. Mai 2017

Rezension: Der schwarze Thron (I)

Drei Königinnen,

dunkel unschuldig klein

einem Schoss entsprungen,

können niemals 

Freundinnen sein


Titel:

Der schwarze Thron - Die Schwestern

Originaltitel:

Three Dark Crowns

Autor:

Kendare Blake

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

09.05.2017

Verlag:

Penhaligon
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Tochter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren - doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod - und er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages...

Meinung:

Der Plot des Buches teilt sich in drei Handlungsstränge, die von den drei Königinnen berichten. Auch wenn alle drei Stränge durch die Vergangenheit verknüpft sind, wirken sie doch sehr eigenständig, und erst am Ende wird klar, wie sehr sie wirklich miteinander verwoben sind. Jeder einzelne dieser Handlungsstränge ist großartig, einer ist fesselnder als der andere.
Genauso toll ist der Schreibstil - er lässt sich sehr flüssig lesen und ist nicht zu nervenaufreibend, was allerdings nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist. Ganz im Gegenteil: man fliegt förmlich durch die Kapitel, die zu ihren Enden hin immer spannender werden, wodurch man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen kann.
Durch die dreigeteilte Persektive ist es nahezu unmöglich, eine Favoritin auszusuchen, da jede der Königinnen auf ihre Weise liebenswert dargestellt wird:
Katharine als klein und süß, ihr ganzes Herz hängt an ihrer Schlange Herzliebchen, und durch ihre Angst, zu versagen und Genevieves Folter erregt sie außerdem Mitleid.
 Mirabella wird zu ihrem eigenen Schutz von den Priesterinnen eingesperrt, sie darf das Haus nur mit einer Eskorte verlassen. Auch wenn sie ihre Familie über alles liebt, wäre sie viel lieber frei und wüscht sich, ihre Zukunft frei wählen zu können.
Arsinoe wird meist aus der Sicht ihrer besten Freundin Jules beschrieben. Sie hat im Gegensatz zu Mirabella, die eine der stärksten lebenden Elementwandlerinnen ist, und Katharine, die wenigstens kleine Mengen Gift verträgt, gar keine Gabe. Dadurch wird sie dauerhaft von Jules, der wahrscheinlich stärksten lebenden Naturbegabten, in den Schatten gestellt. Durch Jules Perspektive wird ihr sanfter, freundlicher Charakter deutlich, aber auch ihre Hoffnunglosigkeit, das Jahr des Aufstiegs zu überleben.
Die Geschichte spielt auf Fennbirn, einer Insel, die sich hinter einem mysteriösen Nebel befindet, und daher nur von wissenden Festlandbwohnern besucht werden kann. Auch wenn sie durch die geteilten Handlungsstränge zeitweise unendlich groß wirkt, wird doch relativ schnell deutlich, dass sie eigentlich relativ klein ist, dies aber durch die strikte Trennung der Gaben nicht direkt zum Vorschein kommt.

Fazit:

Die Geschichte ist düster, mitreißend und einfach atemberaubend, daher bekommt sie von mir ganz klar 5 von 5 Sternen!

Drei dunkle Schwestern,

jede so schön,

zwei werden verschlungen,

nur eine gekrönt.


~Pauline

14. Mai 2017

Rezension: Das Reich der sieben Höfe (I)

Ein legendäres Reich. Ein Fluch. Und eine Liebe, die über Leben und Tod entscheidet.

Titel:

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Originaltitel:

A court of thorns and roses

Autor:

Sarah J. Maas

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

10.02.2017

Verlag:

Dtv
Link zur Verlagswebsite

Inhalt: 

Als die junge Jägerin Feyre im Wald einen Wolf tötet, erscheint eine furchteinflößende Kreatur und verlangt Wiedergutmachung. Feyre wird nach Prythian verschleppt, in das Reich der Fae, das sie bisher nur aus Legenden kannte. Und sie entdeckt, dass ihr Entführer Tamlin ist, ein Prinz der Fae, der über den Frühlingshof herrscht. Bald merkt Feyre, dass ihre GefühleTamlin gegenüber sich sich ändern. Aus kaltem Hass wird Leidenschaft, und keine Warnung, keine Legende, die sie je über die trügerisch schönen, mächtigen Fae gehört hat, kann das ändern. Doch ein uralter, grausamer Schatten liegt über dem Reich. Feyre muss einen Weg finden, um ihn aufzuhalten. Oder ihre Welt ist für immer verloren...

Meinung:

Der Plot erinnert mich sehr an Die Schöne und das Biest: Ein Mädchen wird von einem "Biest" in ein riesiges Haus verschleppt, in dem es ihr an nichts mangelt und indem sie es viel besser hat. Das Biest ist anfangs immer gemein zu ihr und sie hasst es, aber mit der Zeit wird es netter und das Mädchen verliebt sich in es. Allerdings wirkt das Ganze nicht wie eine plumpe Nachmache, sondern steht auf eigenen Beinen und entwickelt eine eigene Welt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd, wodurch die Spannung gut aufgebaut, spitzt sich aber nur dann ganz zu, wenn es nötig ist. Dadurch wird das ohnehin schon fesselnde Buch an den spannendsten Stellen quasi an den Fingern festgeklebt.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und ihr Handeln ist gut verständlich:
Feyre, die Jagen muss um zu überleben, es aber bereut, Andras getötet zu haben, sobald ihr klar wird, dass es in Prythian Menschen (oder wohl besser gesagt Fae) gibt, die ihn liebten.
Auch das Prinzip, der sieben Höfe finde ich toll, auch wenn die anderen Höfe bisher keine wirkliche Rolle spielen. Deswegen finde ich, dass der Originaltitel (wörtlich übersetzt sowas wie "Ein Hof der Dornen und Rosen) besser passt als der Deutsche.

 Fazit:

Das Reich der sieben Höfe ist ein unglaublich fesselndes Buch und bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Doch in meinem Kopf hallte ein ganz anderes Wort wider: FAE.



~Pauline

18. April 2017

Rezension: Das Mädchen mit dem Löwenherz

Buchstaben sind wie Steine. Du kannst so viele unterschiedliche Häuser daraus bauen, wie du willst.

 

Titel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Originaltitel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Genre:

Thriller, Historischer Roman
 

Autor:

Jürgen Seidel
 

Erschienen:

Deutsche-/Originalausgabe: 2016
 

Verlag:

Cbj / Random House
 
 

Inhalt:

Als die 13-jährige Anna das erste mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit mit einander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringen. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther.
 

Meinung:

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Geschichte der inzwischen 20jährigen Anna hat mich fasziniert. Sie ist auf eine unbeschreibliche Art lieb und fürsorglich. Jedoch hat der Schreibst mir nicht zugesagt was die Spannung ziemlich zerstört hat. Die Geschichte zieht sich teilweise ziemlich hin, was echt langweilig ist. Meiner Meinung nach wird das Buch gegen Mitte langweiliger und zäher, was sich am Ende aber wieder lockert. Das Buch gehört eigentlich nicht in die Genre der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, deshalb musste es mich doppelt überzeugen, was leider nicht komplett gelungen ist. Das Cover ist einfach nur wunderschön.
 

Fazit:

,,Das Mädchen mit dem Löwenherz" weißt einige Kritikpunkte auf, jedoch ist es im Großen und Ganzen schön. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
 
 

Ihre Augen waren traurig und müde. Während die Feder kratzte, kam eine merkwürdige Stimmung auf, die mit jedem diktiertem Satz zuzunehmen schien.

 
~Lissy
 
 

6. April 2017

Rezension: Smoke

Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden...

Titel:

Smoke

Originaltitel:

Smoke

Autor:

Dan Vyleta

Genre:

Fantasy, Historischer Roman, Dystopie

Erschienen:

Deutsche Ausgabe: 13.03.2017
Originalausgabe: 24. 05. 2016

Verlag:

carl´s books / Random House
Link zur Verlagswebsite

 Inhalt:

Die Jugendlichen Thomas und Charlie sind adeliger Herkunft und besuchen ein Elite-Internat in Oxford. Dort werden sie nicht nur äußerst streng erzogen, sondern sollen gleichzeitig von einem Phänomen geheilt werden, das wie eine Krankheit um sich greift:
Bei jedem unaufrichtigen Gedankenentströmt den Menschen Rauch aus den Poren. Dieses Sündenbarometer befleckt Haut und Kleider und hinterlässt den sichtbaren Beweis für Verfehlungen im Handeln und Denken.

Bei einem Schulausflug nach London treffen die beiden Freunde auf Menschen voller Frevel, die jedoch keinen Rauch absondern. Wie ist das möglich? Die Suche nach den wahren Ursprüngen des Rauchs entwickelt sich für Thomas und Charlie zu einem dramatischen Abenteuer, bei dem sie sich mit einer skrupellosen Wissenschaftlerin, der Machtgier der Herrschenden und einer bizarren Zukunftsvision auseinandersetzen müssen...

Meinung:

Der Plot ist zwar ein wenig schockierend, weil er dem Leser die Bosheit der Menschen vor Augen führt, ist aber gleichzeitig erfrischend anders. Mehrer Plottwist halten sowohl die Geschichte, als auch die Spannung am Leben. Der Schreibstil ist großartig. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und meist auf einen allwissenden Erzähler zurückgreift, vermittelt es den Eindruck, dass man direkt neben Thomas und Charlie steht. Perspektivenwechsel erleichtern es, die Charaktere zu verstehen, auch wenn sie am Anfang ein wenig verwirrend sind.
Die `Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn Thomas mit seinen "Das-Mörder-sein-liegt-mir-im-Blut-Gejammer" schon ein kleines bisschen nervt. Den Rest der Zeit ist er allerdings ein stiller, etwas aufbrausender Junge, der zwar viel raucht, aber für seine Freunde durchs Feuer gehen würde.
Charlie ist sein komplettes Gegenteil. Er ist ruhig und sanft, hält aber genau wie Thomas zu seinen Freunden, steht trotz dessen Fehlern zu Thomas und beruhigt ihn, soweit er kann.
Livia ist in der ersten Hälfte des Buches alles andere als sympathisch. Sie ist kalt und abweisend, verbietet sich selbst jede noch so kleine Sünde und behandelt Thomas und Charlie wie Parasiten. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einem freundlichen, offenen Mädchen.
Die Geschichte spielt in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also zur Zeit der Industrialisierung. Dieses Zeitalter ist geschickt gewählt, es steht schließlich für den Fortschritt der Wissenschaften, die sich in Smoke auch mit dem Rauch und seiner Entstehung beschäftigen.

Fazit:

Smoke ist ein erfrischender, fesselnder Roman über drei Jugendliche, die zwischen den Intrigen der Herrschenden nach Antworten suchen.
Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen.

Dank sei dem Rauch.


~Pauline


12. März 2017

Rezension: A long way down

,,Für Leute wie uns ist Rock ’n’ Roll wie aufs Collage zugehen.’’

Titel:

A Long Way Down

Autor:

Nick Hornby

Genre:

Fiktion, Suizid 

Erschienen:

2005

Verlag:

Kiepenheuer & Witsch (KiWi)

Inhalt:

Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass sich die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichte erzählen: die Hausfrau Maureen, der Talkmaster Martin, das Mädchen Jess und der Musiker JJ. Die vier verabreden sich, mit dem finalen Sprung zu warten. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und zwischen kleinen und großen Streitereien einander auf wundersame Weise helfen können…

Meinung:

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen okay. Es gehört eher nicht in die Kategorie der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, insofern musste ich mich erst daran gewöhnen.

Der ständige Perspektivenwechsel ist zunächst anstrengend, da sich dadurch auch der Schreibstil verändert, jedoch gewöhnt man sich mit der Zeit daran.

Je weiter ich kam, desto besser habe ich das Handeln der Protagonisten verstanden, auch wenn Jess und Martin mir manchmal ziemlich auf die Nerven gegangen sind.

Die Umgebung war ausreichend beschrieben, wobei es nicht geschadet hätte, wenn sie etwas detaillierter gewesen wäre.

Am Anfang habe ich mich gefragt, was die vier verbindet, immerhin kannten sie sich kaum und haben sich auch fast ununterbrochen gefetzt, jedoch ging auch mir irgendwann ein Licht auf – die vier teilen eine Erfahrung, einen Moment, in dem sie sich brauchten. Sie haben einander das Leben gerettet.

Fazit:

,,A Long Way Down’’ konnte mich leider nicht begeistern, obwohl es einige positive Faktoren hatte. Es bekommt 2,5 von 5 Sternen, was immer noch ein respektables Ergebnis ist.

,,Was wäre nötig, um ihren Entschluss zu ändern?’’ 

~Lissy

4. März 2017

Rezension: Love letters to the dead


                          ,,Ich trage mein Herz in deinem’’

Titel:

Love Letters to the dead

Autor:

Ava Dellaira 

Genre:

Echtes Leben, Liebe, Beziehung und Freundschaft 

Erschienen:

2015

Verlag:

Cbt Kinder- und Jugendverlag
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb.
Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledgar. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden.
Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, von ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe.
Doch erst, als sie sich die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben…

Meinung:

Dadurch, dass das Buch ausschließlich aus Briefen besteht, habe ich leicht mal den Faden beim Lesen verloren, auch wenn die Geschichte sehr schön ist. Das Buch wird durch Spannung, Humor und einem Hauch Romantik fast schon lebendig.
Der Schreibstil von Ava Dellaira ist fesselnd und sehr schön. Sie lässt die Briefe eines einsamen, wenn auch verträumten Mädchens, real wirken.
Ich habe gemeinsam mit der Protagonistin Laurel nach Sky Ausschau gehalten, mit ihren Freunden gelacht und gefeiert und Laurels Trauer und Wut mit dem Mädchen geteilt. Schon nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen. Die Geschichte hat mich förmlich mitgerissen.
Ich hatte jedoch auch teilweiße Orientierungsprobleme, da ich nie wusste, was für ein zeitlicher Abstand zwischen Laurels Briefen liegt.

Fazit:

Ein wunderschönes, wenn auch trauriges Buch.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 


Zwei Mädchen stehen an einer Brücke und sehen:
Die Blätter fallen nicht, sie schweben.

 


~Lissy

26. Februar 2017

Interview: Autorin Alexandra Fuchs

Lissy hat ein Interview mit Alexandra Fuchs, der Autorin von Straßensymphonie geführt. Hier findet ihr alle Fragen und Antworten.

Lissy: Hast du schon immer gerne gelesen und geschrieben?
 
Alex: Gelesen hab ich schon immer gern. Das Schreiben hat erst im Gymnasium angefangen. Aber erst in den letzten Jahren hat es sich wirklich zu einer Leidenschaft entwickelt :).
 
Lissy: Liebst du die Musik genauso wie Kat?
 
Alex: Oh ja! Musik gehört für mich zu allem dazu und ich liebe sie. Ohne geht gar nicht. Ich wünschte ich könnte auch so toll singen wie Kat oder Levi :D.
 
Lissy: Kann ich voll und ganz verstehen *-*
Wärst du auch gerne ein Wandler?
 
Alex: Ja, wer nicht? Ich liebe Tiere und würde es wundervoll finden ein Seelentier zu besitzen ^_^
 
Lissy: Und welches wäre das?
 
Alex: Wahrscheinlich ein Hund. Oder ein Fuchs. Es ist ganz schwierig. Ich hab mir wohl von überall ein paar Eigenschaften gegriffen... Vielleicht wäre ich auch ein Mutant!
 
Lissy: Als erstes hast du ja Hund genannt - wärst du auch gerne ein Schwedischer Elchhund wie Levi?
 
Alex: Ich wäre wahrscheinlich eher ein kleiner verfressener Mischling, der nirgends richtig dazu passt . Aber ich liebe schwedische Elchhunde. Sie sind wunderschöne treue Wesen.

 
Vielen Dank an die liebe Alexandra, dass sie sich Zeit für Lissy genommen hat.

Rezension: Flawed - Wie perfekt willst du sein?

Pünktlichkeit ist man, wenn man etwas genau zur verabredeten Zeit tut. Du bist nicht pünktlich, du bist immer lächerlich früh dran.


Titel:

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Originaltitel:

Flawed – One choice could cost her everything

Autor:

Cecelia Ahern

Genre:

Dystopie, Fantasy, Science Fiction

Erschienen:

September 2016

Verlag:

Fischerverlage


Inhalt:


Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe. Ihre Einstellung zur Regierung des Landes wird auf den Kopf gestellt und verändert sich grundlegend.


Meinung:

Die Story ist spannend und emotional. Zwischendurch hatte ich selbst dass Gefühl, in der Haut der Protagonistin Celestine zu stecken und für das richtige kämpfen zu müssen. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich kann Cecelestines Handeln nachverfolgen und ihre Gefühle verstehen. Das Buch weißt darauf hin, dass Perfektion nicht alles ist und bringt den Leser zum Nachdenken.
Durch einen lockeren und abwechslungsreichen Schreibstil wird die Story lebendig und amüsant.

Fazit:

Die Geschichte ist total schön und sehr gut geschrieben.
Flawed bekommt 5 von 5 möglichen Sternen von mir.


Ich bin ein Mädchen, das auf klare Definitionen steht, auf Logik, auf Schwarz oder Weiß. Vergesst dass nicht.


~Lissy

Rezension: Die Buchspringer

Meine letzten Zweifel lösten sich in Luft auf. Dies musste Oliver Twists Armenhaus sein! Ich kroch zwischen den Beinen hindurch und fand eine Stelle, an der ich mich hinauf auf eine der langen Bänke schieben konnte.




Titel:

Die Buchspringer

 Autor:

Mechthild Gläser

Genre:

Fantasy 

 Erschienen:

Februar 2016

 Verlag

Loewe 

Inhalt:

Auf Schir Khans Rücken durch das Dschungelbuch jagen, mit Goethes Werther die Hexen aus Macbeth bekämpfen und mit Elizabeth Bennet für den gut aussehenden Mr Darcy schwärmen... Nie hätte Amy gedacht, dass sie den Figuren aus ihren Lieblingsbüchern so nah sein könnte! Doch sie ist eine Buchspringerin, und damit ist es ihr möglich, wirklich und wahrhaftig in jede Geschichte einzutauchen, die sie schon immer einmal selbst erleben wollte. Amy testet ihre neue Fähigkeit ausgiebig - bis in der Buchwelt plötzlich gar nichts mehr so ist, wie es sein sollte.


Meinung:

Das Cover ist schön, der Klappentext ansprechend und der Schreibstil toll. Die Seiten flogen beim Lesen nur so vorüber. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Die Story erscheint zwar auf den ersten Blick etwas langweilig, ist aber in Wahrheit jedoch wunderschön. Ich muss zugeben, dass ich während des Lesens ebenfalls versucht habe, ich die Welt der Bücher zu springen, was mir leider nicht gelungen ist. Trotzdem habe ich mich beim lesen fast gefühlt wie eine Buchspringerin.

Leider ist das Ende des Buches nicht so gut gelungen. Ich wüsste gerne, wie es nach dem offiziellen Ende mit den Personen weitergeht, insbesondere mit Amy und Will...

Fazit:

Die Geschichte ist schön und bietet einige Überraschungen.

Die Buchspringer bekommen 4 von 5 möglichen Sternen von mir.


Die Welt um Will versank im Dunst. Wattige Schwaden krochen aus der See, legten sich schwer auf seine Brust und wischten alles andere fort. Alles, bis auf das reglose Gesicht seines ältesten Freundes. In seinem Kopf wummerte ein einzelnes Wort: tot. 

 


 ~Lissy