12. März 2017

Rezension: A long way down

,,Für Leute wie uns ist Rock ’n’ Roll wie aufs Collage zugehen.’’

Titel:

A Long Way Down

Autor:

Nick Hornby

Genre:

Fiktion, Suizid 

Erschienen:

2005

Verlag:

Kiepenheuer & Witsch (KiWi)

Inhalt:

Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass sich die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichte erzählen: die Hausfrau Maureen, der Talkmaster Martin, das Mädchen Jess und der Musiker JJ. Die vier verabreden sich, mit dem finalen Sprung zu warten. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und zwischen kleinen und großen Streitereien einander auf wundersame Weise helfen können…

Meinung:

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen okay. Es gehört eher nicht in die Kategorie der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, insofern musste ich mich erst daran gewöhnen.

Der ständige Perspektivenwechsel ist zunächst anstrengend, da sich dadurch auch der Schreibstil verändert, jedoch gewöhnt man sich mit der Zeit daran.

Je weiter ich kam, desto besser habe ich das Handeln der Protagonisten verstanden, auch wenn Jess und Martin mir manchmal ziemlich auf die Nerven gegangen sind.

Die Umgebung war ausreichend beschrieben, wobei es nicht geschadet hätte, wenn sie etwas detaillierter gewesen wäre.

Am Anfang habe ich mich gefragt, was die vier verbindet, immerhin kannten sie sich kaum und haben sich auch fast ununterbrochen gefetzt, jedoch ging auch mir irgendwann ein Licht auf – die vier teilen eine Erfahrung, einen Moment, in dem sie sich brauchten. Sie haben einander das Leben gerettet.

Fazit:

,,A Long Way Down’’ konnte mich leider nicht begeistern, obwohl es einige positive Faktoren hatte. Es bekommt 2,5 von 5 Sternen, was immer noch ein respektables Ergebnis ist.

,,Was wäre nötig, um ihren Entschluss zu ändern?’’ 

~Lissy

4. März 2017

Rezension: Love letters to the dead


                          ,,Ich trage mein Herz in deinem’’

Titel:

Love Letters to the dead

Autor:

Ava Dellaira 

Genre:

Echtes Leben, Liebe, Beziehung und Freundschaft 

Erschienen:

2015

Verlag:

Cbt Kinder- und Jugendverlag
Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb.
Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledgar. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden.
Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, von ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe.
Doch erst, als sie sich die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben…

Meinung:

Dadurch, dass das Buch ausschließlich aus Briefen besteht, habe ich leicht mal den Faden beim Lesen verloren, auch wenn die Geschichte sehr schön ist. Das Buch wird durch Spannung, Humor und einem Hauch Romantik fast schon lebendig.
Der Schreibstil von Ava Dellaira ist fesselnd und sehr schön. Sie lässt die Briefe eines einsamen, wenn auch verträumten Mädchens, real wirken.
Ich habe gemeinsam mit der Protagonistin Laurel nach Sky Ausschau gehalten, mit ihren Freunden gelacht und gefeiert und Laurels Trauer und Wut mit dem Mädchen geteilt. Schon nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen. Die Geschichte hat mich förmlich mitgerissen.
Ich hatte jedoch auch teilweiße Orientierungsprobleme, da ich nie wusste, was für ein zeitlicher Abstand zwischen Laurels Briefen liegt.

Fazit:

Ein wunderschönes, wenn auch trauriges Buch.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 


Zwei Mädchen stehen an einer Brücke und sehen:
Die Blätter fallen nicht, sie schweben.

 


~Lissy