18. April 2017

Rezension: Das Mädchen mit dem Löwenherz

Buchstaben sind wie Steine. Du kannst so viele unterschiedliche Häuser daraus bauen, wie du willst.

 

Titel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Originaltitel:

Das Mädchen mit dem Löwenherz

 Genre:

Thriller, Historischer Roman
 

Autor:

Jürgen Seidel
 

Erschienen:

Deutsche-/Originalausgabe: 2016
 

Verlag:

Cbj / Random House
 
 

Inhalt:

Als die 13-jährige Anna das erste mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit mit einander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringen. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther.
 

Meinung:

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Geschichte der inzwischen 20jährigen Anna hat mich fasziniert. Sie ist auf eine unbeschreibliche Art lieb und fürsorglich. Jedoch hat der Schreibst mir nicht zugesagt was die Spannung ziemlich zerstört hat. Die Geschichte zieht sich teilweise ziemlich hin, was echt langweilig ist. Meiner Meinung nach wird das Buch gegen Mitte langweiliger und zäher, was sich am Ende aber wieder lockert. Das Buch gehört eigentlich nicht in die Genre der Bücher, die ich für gewöhnlich lese, deshalb musste es mich doppelt überzeugen, was leider nicht komplett gelungen ist. Das Cover ist einfach nur wunderschön.
 

Fazit:

,,Das Mädchen mit dem Löwenherz" weißt einige Kritikpunkte auf, jedoch ist es im Großen und Ganzen schön. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
 
 

Ihre Augen waren traurig und müde. Während die Feder kratzte, kam eine merkwürdige Stimmung auf, die mit jedem diktiertem Satz zuzunehmen schien.

 
~Lissy
 
 

6. April 2017

Rezension: Smoke

Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden...

Titel:

Smoke

Originaltitel:

Smoke

Autor:

Dan Vyleta

Genre:

Fantasy, Historischer Roman, Dystopie

Erschienen:

Deutsche Ausgabe: 13.03.2017
Originalausgabe: 24. 05. 2016

Verlag:

carl´s books / Random House
Link zur Verlagswebsite

 Inhalt:

Die Jugendlichen Thomas und Charlie sind adeliger Herkunft und besuchen ein Elite-Internat in Oxford. Dort werden sie nicht nur äußerst streng erzogen, sondern sollen gleichzeitig von einem Phänomen geheilt werden, das wie eine Krankheit um sich greift:
Bei jedem unaufrichtigen Gedankenentströmt den Menschen Rauch aus den Poren. Dieses Sündenbarometer befleckt Haut und Kleider und hinterlässt den sichtbaren Beweis für Verfehlungen im Handeln und Denken.

Bei einem Schulausflug nach London treffen die beiden Freunde auf Menschen voller Frevel, die jedoch keinen Rauch absondern. Wie ist das möglich? Die Suche nach den wahren Ursprüngen des Rauchs entwickelt sich für Thomas und Charlie zu einem dramatischen Abenteuer, bei dem sie sich mit einer skrupellosen Wissenschaftlerin, der Machtgier der Herrschenden und einer bizarren Zukunftsvision auseinandersetzen müssen...

Meinung:

Der Plot ist zwar ein wenig schockierend, weil er dem Leser die Bosheit der Menschen vor Augen führt, ist aber gleichzeitig erfrischend anders. Mehrer Plottwist halten sowohl die Geschichte, als auch die Spannung am Leben. Der Schreibstil ist großartig. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und meist auf einen allwissenden Erzähler zurückgreift, vermittelt es den Eindruck, dass man direkt neben Thomas und Charlie steht. Perspektivenwechsel erleichtern es, die Charaktere zu verstehen, auch wenn sie am Anfang ein wenig verwirrend sind.
Die `Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn Thomas mit seinen "Das-Mörder-sein-liegt-mir-im-Blut-Gejammer" schon ein kleines bisschen nervt. Den Rest der Zeit ist er allerdings ein stiller, etwas aufbrausender Junge, der zwar viel raucht, aber für seine Freunde durchs Feuer gehen würde.
Charlie ist sein komplettes Gegenteil. Er ist ruhig und sanft, hält aber genau wie Thomas zu seinen Freunden, steht trotz dessen Fehlern zu Thomas und beruhigt ihn, soweit er kann.
Livia ist in der ersten Hälfte des Buches alles andere als sympathisch. Sie ist kalt und abweisend, verbietet sich selbst jede noch so kleine Sünde und behandelt Thomas und Charlie wie Parasiten. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einem freundlichen, offenen Mädchen.
Die Geschichte spielt in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also zur Zeit der Industrialisierung. Dieses Zeitalter ist geschickt gewählt, es steht schließlich für den Fortschritt der Wissenschaften, die sich in Smoke auch mit dem Rauch und seiner Entstehung beschäftigen.

Fazit:

Smoke ist ein erfrischender, fesselnder Roman über drei Jugendliche, die zwischen den Intrigen der Herrschenden nach Antworten suchen.
Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen.

Dank sei dem Rauch.


~Pauline