24. August 2017

Rezension: Diamantkriegersaga (III)

Langsam ahnte ich, dass ich diese Macht nicht besaß, selbst als Diamantkriegerin nicht, und diese Ahnung barg einen Schmerz, der mich ebenfalls umzubringen drohte.

 

(Original-)Titel:

Diamantkriegersaga - Tashiras Bestimmung

Autor:

Bettina Belitz

Genre:

Fantasy, Romantasy

Erschienen:

24.07.2017

Verlag:

Cbt / Randomhouse
 Link zur Verlagswebsite

Inhalt:

 Endlich ist es soweit - die Diamantkrieger nehmen den Kampf gegen die Hydra auf. In einem abgelegenen Wüstentempel bereiten Tashira (wie Sara seit ihrer Einweihung genannt wird) und ihre Gefährten sich auf die Konfrontation mit den Mächten der Unterwelt vor. Doch die anhaltenden Spannungen zwischen Tashira und Damir drohen alles zu gefährden. Die Auseinandersetzung mit der Unterwelt wird zum entscheidenden Wendepunkt: Können die Diamantkrieger dem Bösen in der Welt etwas entgegensetzen und wird Tashira ihre Bestimmung annehmen?

Meinung:

!ACHTUNG, DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER!
Zuerst einmal haben mir das Buch und besonders die ganze Reihe wirklich gut gefallen, auch wenn es in meiner Rezension vielleicht nicht deutlich wird.
Wie in den ersten beiden Bänden ist der Schreibstil wirklich gut, und auch der Plot ist im Großen und Ganzen wirklich gelungen. Allerdings finde ich, dass der Kampf gegen die Hydra im Endeffekt ziemlich mickrig ist - natürlich ist es verständlich, dass durch drei Diamantkrieger nicht alles böse der Welt vernichtet werden kann, aber ich hätte trotzdem mehr erwartet, als ein Gespräch, das einfach nur Saras Ansichten verstärkt. Auf der anderen Seite zeigt sich mit eben diesem Gespräch eine sehr sozialkritische Seite der Reihe, die wirklich zum Nachdenken bringt.
Sara, beziehungsweise Tashira, wie sie jetzt genannt wird, hat besonders in diesem dritten Teil eine Entwicklung durchgemacht, die sie zu einer noch besseren Diamantkriegerin macht. Ihre teilweise enthüllte Vergangenheit in ihren vorherigen Leben lässt ihr Handlungen verständlicher werden und erhöht gleichzeitig die Spannung.
Diese Entwicklung ermöglicht es ihr auch, zu akzeptieren, dass Damir mit Tianna zusammen ist. Das war dringend nötig, vorallem weil Sara mit ihrem Gejammer langsam etwas nervig wurde. Trotzdem ist die Beziehung zwischen Sara und Pax etwas aus dem Nichts gerissen. Ich zwei einhalb Bücher lang hat sie nur Gefühle für Damir, und auf einmal überlegt sie es sich anders.
Was mir außerdem fehlt, ist ein abschließendes Ende. Wenn man etwas nachdenkt, wird klar, dass der mysteriöse Mann im letzten Kapitel Pax ist, nicht Damir. Erstens, bewegt Damir sich nämlich lautlos und zweitens hatten er und Sara schon vorher Streits.
Das lässt jedoch die Frage unbeantwortet, was aus Damir und vorallem aus Tianna wurde.
Was auch sehr verwirrend ist, ist dass Kratos nach der Hälfte des Buches auf einmal Konrad heißt.

Fazit:

Auch wenn das Buch dem Leser die Augen gegenüber dem 'Bösen' in unserer Welt auf fesselnde Weise öffnet, wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft und es haben sich einige Schwächen eingeschlichen. Daher vergebe ich leider nur 3 von 5 Sternen.

Wenn man in sich selbst Frieden gefunden hat, gibt es keine äußere Enge.

 

~Pauline

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